Igniculus-in-Arden, 17. Januar 2012

Gudrid bereitet sich darauf vor, mit Herne zu sprechen. Aber ehe es zu dieser potentiell unangenehmen Unterredung kommen kann, erscheint ein Besucher vor dem Zelt der Igniculi: Einer der Wolfsfeen teilt der Princeps mit, dass Wuk mit ihr sprechen möchte.

Die Halb-Huldra sucht also den alten Wolf auf, der sie zu einem kleinen Spaziergang einlädt. Dabei wird Guri begleitet von Wolfram in Tiergestalt und verfolgt von Knut dem Baum (neugierig, wie der ist, kann er es nicht lassen).

In der Unterredung macht Wuk deutlich, dass er von den Versuchen der Magier, Gauwron zum Sieg zu verhelfen, durchaus weiß. Er scheint es aber ebenfalls nicht sonderlich schlimm zu finden, denn er redet ganz sachlich darüber. Wuks Meinung nach haben die Magier sich in Gauwron keinen besonders guten Verbündeten gesucht: Sein Sohn sei zu eilig, zu ungeduldig, und generell einfach noch nicht bereit. Wuks Sohn. Oh-ha. Wobei man es sich ja eigentlich hätte denken können.

Das Gespräch wendet sich dann auch der Sache mit der Heirat zu. Die Nordländerin erklärt wieder einmal, dass sich das mit der Herrin bzw. Hüterin um ein Missverständnis gehandelt habe und dass sie keinerlei Absichten in Richtung Herne hege. Sie habe kein Interesse an Herne, ganz abgesehen davon, dass es da ja noch diese Saika gebe.
Nein nein, erklärt der alte Wolf rundheraus, die habe nicht das Zeug dazu, die Herrin zu werden. Auf Gudrids Frage, weswegen er das glaube, Saika und Herne als Paar sei doch für alle die beste Lösung, erwidert Wuk, der Lord brauche manchmal jemanden, der ihm, nun, Einhalt gebiete. Und dieser jemand sei die Falkenfee nicht.

Der alte Haudegen bietet der Halb-Huldra nun ebenfalls seine Hilfe an: Er könne bei Herne für Gudrid reden, den Herrn des Waldes dazu bringen, dass er die Gruppe ziehen lässt. Als Gegenleistung möchte er dafür lediglich Gudrids Wort, dass die Magier sich in Zukunft nicht mehr mit Gauwron verbünden.

Die Merinita überlegt, ob sie das in Konflikt mit ihrem Abkommen gegenüber dem jungen Kämpfer bringt, aber dieses Zweckbündnis war allein für den Kampf um den Vis-Tau geschlossen worden, ist nun also vorüber und die Magier der Wolfsfee somit nichts mehr schuldig. Also willigt Guri in den Handel ein.

Nach dem Ende der Unterredung mit dessen Vater spricht die Halb-Huldra noch kurz mit Gauwron, um dem jungen Wolf gegenüber ihr Bedauern über den fehlgeschlagenen Plan zum Ausdruck zu bringen und um höflich, aber deutlich zu erwähnen, dass die Verbündung ein einmaliges Ding der Vergangenheit war. Nicht, dass der Junge noch denkt, das Bündnis habe weiterhin Bestand.

Dann folgt endlich das Gespräch mit Herne. Wie erwartet, gestaltet es sich ein wenig unangenehm für die Nordländerin, weil sie nicht recht weiß, wie sie dem Feenlord klar machen soll, dass sie nicht gedenkt, ihn zu heiraten, und dass er sich jeden Gedanken daran gefälligst aus dem Kopf schlagen soll… ohne dabei die notwendige Höflichkeit zu verlieren.

Am Ende, nach einigem Hin und Her und deutlichen Worten seitens der Maga, gesteht Herne ihr zu, sein Ansinnen für den Moment zurückzuziehen. Gudrids Erwiderung, nicht nur ‚für den Moment‘, sondern grundsätzlich und für immer, entgegnet der Jäger gelassen, er sei niemand, der schnell aufgebe, und er verstehe sich aufs Warten. Die Merinita feuert noch einmal eine Abfuhr in Hernes Richtung, aber von dieser Einstellung rückt der Feenlord nicht ab, also muss Gudrid sich wohl oder übel mit diesem vorläufigen Aufschub zufrieden geben.

Immerhin kann Guri, nachdem das Thema „Heirat“ fürs Erste vom Tisch ist, mit Herne noch über einige andere Dinge sprechen. Über den Angriff auf den anderen Bund, zum Beispiel. Die Feen, die durch das magische Portal dorthin gereist waren, um den dortigen Magiern zu helfen, hätten nach ihrer Rückkehr berichtet, sie hätten niemanden von den Bündlern am Leben gefunden, aber immerhin die Angreifer vernichten können.

Die fremde Kriegerin, die sich im Austausch gegen die geleistete Hilfe von den Feen hat festsetzen lassen, soll tatsächlich bei der am übernächsten Tag folgenden Jagd als eine der zu jagenden Beuten dienen. Die Modalitäten dieser Jagd lässt Gudrid sich ebenfalls erklären: Beute kann überleben und wird dann wieder freigelassen, wenn sie bis zum Ende des Tages nicht gefangen wird oder wenn es ihr gelingt, eine bestimmte Grenze zu überschreiten (einen Bach oder etwas in der Art).

Herne erwähnt außerdem noch, er und seine Leute befänden sich gerade im Krieg… gegen Gudrids Art. Auf genaueres Nachfragen kommt heraus, dass der Feenlord die Wikinger meint, die nicht nur marodieren und brandschatzen (was den Feen eigentlich ziemlich egal wäre), sondern vor allem ihren fremden Glauben ins Land brächten, der wohl irgendwie die magische Macht der Feen zu beeinträchtigen scheint (so zumindest glaubt Guri die Bemerkungen des Jägers zu verstehen).

Die Princeps deutet daraufhin an, dass man in den Seeräubern aus dem Norden einen gemeinsamen Feind habe und vielleicht in der Zukunft zusammenarbeiten könne.

Zurück im eigenen Zelt erstattet die Halb-Huldra ihren Gefährten Bericht, dann planen die Igniculi ihre Abreise für den nächsten Morgen. Eigentlich wollten sie noch der fremden Kriegerin helfen, aber Wolfram ist der Ansicht, dass die Anwesenheit der anderen vermutlich eher hinderlich wäre, weil sie sich nicht ohne weiteres in ein etabliertes Feenritual einmischen können, ohne Feindschaft heraufzubeschwören. Statt dessen will der Bjørnær selbst an der Jagd teilzunehmen, um so die Frau zu retten. Denn wenn er sie als erster findet und fängt, hat er schließlich das Recht, mit der Beute anzustellen, was er will… also auch, sie am Leben zu lassen.

Die anderen willigen in Wolframs Vorschlag ein, und Gudrid bittet den Tiermagus noch, er möge der Frau das Angebot machen, sich Igniculus-in-Arden anzuschließen, falls in ihrem eigenen Bund tatsächlich niemand mehr am Leben sei und sie sonst nicht wisse, wohin.

Das wiederum muss Willehad Lind erst einmal verdauen. Eine Kämpferin mit Verstand, mit der er sich auch mal unterhalten könnte, die seine Befehle sogar verstehen würde, anders als die doch recht tumben Custodes? Eine Stellvertreterin vielleicht gar? Eine ungewöhnliche, aber vielleicht gar keine so unangenehme Vorstellung. … Falls es denn überhaupt soweit käme, versteht sich.

Zu diesem Zweck jedenfalls geht Wolfram zu dem Käfig und redet mit der Frau: stellt sich ihr vor, erklärt seinen Plan und zeigt sich ihr auch schon in Wolfsgestalt, damit sie sich darauf vorbereiten kann. Dass sein Vorhaben klappen wird, kann er ihr natürlich nicht versprechen, aber dass er sein Möglichstes versuchen wird, sehr wohl.

Am nächsten Tag reisen die übrigen Magi und ihre Begleiter wie geplant ab. Allerdings schlagen sie nicht den direkten Weg zurück nach Hause ein, sondern begeben sich zu dem magischen Portal (wo das zu finden ist, haben sie sich beschreiben lassen), um sich den fremden Bund und die dortigen Ereignisse mit eigenen Augen anzusehen.

An dem Bund angekommen, durchsuchen die Igniculi dort alles nach Hinweisen und Spuren. Es gibt tatsächlich keine Überlebenden, zumindest keine, die sich noch am Ort aufhielten. In den Höhlen unter dem Bund, wo sich auch das Portal befindet, liegen etliche Leichen, denen die Gruppe ein Begräbnis verschafft. Überirdisch ist das ganze Anwesen nur noch eine einzige Ruine, alle Gebäude so gut wie völlig zerstört. Die Magi finden einige Schriftstücke und Gegenstände, aber nichts wirklich Bemerkenswertes.

Vom Angriff auf Igniculus-in-Arden wissen sie ja ungefähr, von woher die vier Elemente gekommen sein müssen, also untersuchen sie die entsprechenden Orte auch hier. Oder besser, drei von vier Orten können sie untersuchen, denn der vierte Elementarangriff muss, weil der Bund ja direkt an der Küste an einer steilen Klippe liegt, vom Meer aus gekommen sein. Von einem Schiff, vermutet die Gruppe. Die drei an Land befindlichen Ritualplätze sehen ganz ähnlich aus wie die bei ihrem eigenen Bund, auch eine ähnliche Anzahl an Spuren ist zu finden.

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Eingeordnet unter Ars Magica, Dienstagsrunde, Pen & Paper

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