Tanelorn-Sommertreffen 2014: Kurzbericht 1

Die nächsten paar Einträge werden wohl keine Diaries per se, sondern ein Kurzbericht meiner Runden vom Tanelorn-Sommertreffen 2014. Ob ich irgendwann noch zu einem längeren Diary für eine oder mehrere davon kommen werde, wird sich zeigen; momentan zweifele ich ein wenig daran, obwohl die Highlight-Dichte diesmal noch höher war als sonst. Alles in allem war das Treffen jedenfalls wieder mal endgenial und hat sich, wie so oft schon, als Garant für tolle Runden herausgestellt.

Donnerstag Abend: Star Wars-LIRP

Ich bin zwar eine alte LARPerin, aber das Konzept des LIRP (Live Indoor Role Playing, also ein kurzes Szenario mit meist vorgegebenen Charakteren, einer vorgegebenen R-Map sowie geheimen Zielen und Identitäten) war mir neu, bis es mir auf dem Tanelorn-Treffen erstmals begegnete. Seitdem ist es zu einer schönen Tradition geworden, den Donnerstag Abend vor der Party und dem Chillen mit zwei oder drei Stunden LIRPen zu verbringen, inklusive mehr oder weniger ausgefallenen Kostümen.

Diesmal lautete das Thema „Letzter Halt Mos Eisley“, und es waren ein paar… nun, alternative Charaktere am Start. Alles versammelte sich im Hive of Scum and Villainy, der Mos Eisley Cantina, wo ein Sandsturm alle Anwesenden für die Dauer des LIRPs daran hinderte, das Etablissement zu verlassen. Neben einer korrupten imperialen Beamtin und deren rebellischer Teenager-Tochter, einem Jawa, einer nichtmenschlichen Rebellin Diplomatin aus Prinzessin Leia Organas Gefolge sowie diversen Statisten/NSCs, die kurzfristig dazu stießen und als würfelspielende Gäste die Cantina belebten, gab es Obi Zwo Kenobi (natürlich ein Klon von Obi Wan), Hanna Solo (da sich für die Rolle kein männlicher Mitspieler fand) und einen von leichter fortschreitender Senilität geplagten Yoda. In der Cantina (a.k.a dem Kaminzimmer und der Teeküche der Jugendburg Hessenstein, wo die LIRPs immer stattfinden) ging es höchst lustig zu: Aufgrund von Obi-Zwos Demonstration seines Lichtsäbels ging die Toilettentür zu Bruch; was ich (als das aufmüpfige Teenager-Mädchen) aber erst später mitbekam, weil Obi-Zwo mich vorher noch mit einem Jedi Mind Trick dazu gebracht hatte, mit zwei NSCs zu würfeln, bis ich 20 Credits verloren hätte.

Yoda war währenddessen auf der Suche nach seinem verlorenen Lichtsäbel (der Jawa hatte ihn!) fürchterlich am Schwitzen; Hanna Solo machte sich an die kleine Thelema heran und versuchte, sie zu überreden, mit ihr vom Planeten zu fliehen, während die Diplomatin hochgeistiges (und für klein-Thelema unverständliches) Zeug erzählte. Der Plan, Mama möglichst aus dem Weg zu gehen, schlug dann auch irgendwann fehl, spätestens als Yoda anhand eines Machtkristalls feststellte, dass eben selbige stark in dem jungen Mädchen war. Da Mama Luisa keinerlei Fähigkeiten in dieser Richtung hatte, musste Papa ein Machtsensitiver sein und nicht der abgeschossene TIE-Fighter-Pilot, von dem Thelema immer gehört hatte. Und, tadaaa, es war tatsächlich kein anderer als Obi Zwo – was auch der Grund war, warum die imperiale Beamtin Hanna Solo auf ihr Töchterchen angesetzt hatte. Lieber eine lesbische Schmugglerin, als sich unwissentlich mit dem eigenen Vater einzulassen!

Es waren auch zwei Startcodes im Umlauf – ein veralteter und ein echter. Beide brachte Luisa unter das Volk: Den echten verkaufte sie Hanna, während sie dem Jawa im Austausch für Yodas Lichtschwert den veralteten andrehte. Dummerweise nur verkaufte der Jawa den falschen Code an die Diplomatin weiter, und die wiederum gab ihn Hanna für deren gemeinsame Flucht vom Planeten, sobald der Sandsturm endete.

Töchterchen Thelema stellte fest, dass ihre Frau Mama gar nicht so schrecklich spießig war, wie sie das immer geglaubt hatte. Außerdem würde Thelema sich nicht bei Yoda und Obi-Zwo in Ausbildung begeben, dazu hatten sich die beiden „Clowns“ (O-Ton Luisa) viel zu blöd angestellt. Die Toilettentür zerlaserschwertet der eine, seinen Lichtsäbel überhaupt erst verloren der andere. Da müsste sich doch ein kompetenterer Ausbilder finden lassen…

Das Ende vom Lied war also, dass Mutter und Tochter nicht Hals über Kopf mit den anderen vieren im Falken von Tatooine flüchteten, sondern erst in Ruhe ihre Angelegenheiten regeln und dann einen Abgang von diesem Sandloch machen wollten. Dummerweise aber hatte Hanna Solo bei besagter Flucht die Wahl, welchen der beiden Startcodes sie verwenden würde. Und da sie ihrer alten Freundin mehr vertraute als der korrupten Beamtin, und da sie nicht wusste, dass die Diplomatin den Code von dem Jawa erhalten hatte (wer traut schon einem Jawa!), entschied sie sich für den falschen. Was eben dummerweise dazu führte, dass der Millennium Falcon beim Start vom Sternzerstörer im Orbit aufgegriffen und die gesamte Besatzung (Hanna, die Diplomatin, Obi Zwo, Yoda und der nicht-gespielte Chewie) festgenommen wurde.

Was uns schon dazu veranlasst hat, für das nächste Treffen über eine Fortsetzung mit der epischen Befreiung der Gefangenen nachzudenken. Falls es aber passieren sollte, dann am Tisch und nicht als LIRP, weil LIRPs ja als Einraum-Szenarien gedacht sind und eine solche Befreiungsaktion und Raumschiff-Flüge etc. pp. so gar nicht zur LIRP-Form passen würde. Mal sehen, ob es klappt – ich fände die Idee lustig!

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Eingeordnet unter LIRP, Pen & Paper, Tanelorn-Treffen

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