Miami Files – Proven Guilty 11

Tja, und da bin ich jetzt also. Wieder zuhause. Einigermaßen ausgeschlafen und ein bisschen erholt. Der Kopf dröhnt mir noch immer, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm wie direkt nach dem Kampf.

Und wenn ich mir das so betrachte, war die ganze Aktion ein Fehlschlag auf der ganzen Linie. Und zwar nicht nur ein Fehlschlag, sondern auch rundum unsere eigene Schuld.

Durch unsere Verlegung des Prozesses und die Anwesenheit so vieler Leute auf der Insel haben wir diese noch mehr geschwächt, und geschwächt wurde sie natürlich auch durch die ganzen Kämpfe und Zerstörungen dort. Wenn wir den Prozess nicht dorthin verlegt hätten, hätte Colin auch nicht gewusst, wie man hinkommt. Er hätte weder Adlene den Weg verraten können, noch wäre er selbst dorthin gelangt und hätte das Wasser des Lebens stehlen können. Was erstens die Insel noch viel, viel stärker geschwächt hat als alles andere – Maries einer Schluck damals hatte schon deutliche Auswirkungen; was machen da erst zwei. Verdammte. Kanister?! – und außerdem: Welchen Schaden kann Colin mit dem Inhalt von zwei Kanistern Lebenswasser anrichten? Das bedeutet Jugend und Leben für viele Jahrhunderte oder gar Jahrtausende entweder für sich selbst oder auch für zahllose Menschen! Und ich schätze Colin für skrupellos genug ein, dass er sich einen Dreck um die moralischen Bedenken schert. Solche Fragen wie die Kleinigkeit, welchen Bösewichten er das Wasser überlässt.

Joseph Adlene ist schon mal einer davon, wie sich heute gezeigt hat – als ob wir noch einen weiteren Beweis dafür gebraucht hätten, nachdem Colin ja bereits mit dem Nekromanten weggesegelt war. In der Zeitung fand sich ein Nachruf auf Joseph Morris Adlene, der betrauert werde von seinem einzigen lebenden Verwandten, seinem Neffen Jonathan Adlene. Das Foto dieses „Jonathan“ war eindeutig Adlene selbst, Mitte 20, fit und munter, aber dennoch nicht sonderlich glücklich aussehend. Schlauer Trick, sich selbst zu seinem eigenen Erben zu machen… und ein weiterer Fehlschlag unsererseits. Jetzt ist er wieder jung und gesund, und er weiß, dass wir uns offen gegen ihn gestellt haben.

Und Lady Fire ist zwar jetzt eine Ausgestoßene, aber dreimal dürft ihr raten, Römer und Patrioten, wen sie für dieses Ausgestoßensein wohl verantwortlich machen wird. Und als ob eine einzelne, ausgestoßene, mächtige Sommerfee nicht genug wäre, werde ich irgendwie den Verdacht nicht los, dass die ihres Amtes enthobenen Ritter sich nun um sie scharen werden. Denn mit denen war die Lady ja schon während des Turniers ein Herz und eine Seele.

Immerhin haben wir Jugend gerettet. Wir mussten Adlene dafür gehen lassen, und Edward hat die Aufmerksamkeit dieser Dämonin auf sich gezogen, und jede Hoffnung, die ich jemals darauf hatte, Lady Fire doch noch zu versöhnen, kann ich mir jetzt wohl ein für alle Mal abschminken, aber wir haben Jugend gerettet. Der immerhin sowas wie Edwards Bruder ist, wenn man sich es recht überlegt. Und wir haben Antoine freigesprochen bekommen. Wenigstens etwas.

Eben hat Yolanda angerufen. Sie will sich im Dora’s mit mir treffen. Sie klang, als sei es wichtig.

Gut, dass das Dora’s der Treffpunkt war. Auf Yolandas Neuigkeiten brauchte ich nämlich erstmal einen Kaffee. Einen starken Kaffee.

Dreimal dürft ihr raten, wen Titania zu ihrer neuen Richterin gemacht hat. Aaaaaaaah!

‚Landa nimmt das Ganze erstaunlich gelassen, dem Himmel sei Dank. Aber gut, sie hat ja schon damals bei der Sache mit dem cabrón Kontakt mit dem Übernatürlichen gehabt, auch wenn sie die ganze Episode danach völlig verdrängt hatte. Aber heute Nacht hatte sie einen Traum, in dem Titania sie mit dem Richteramt betraute, und beim Aufwachen fand sie die Halskette des Sommerrichters auf ihrem Nachttisch.

Kein Wunder, dass sie verwirrt war. Aber glücklicherweise erinnerte sie sich nach etwas Anstubsen doch wieder an ihre erste Begegnung mit der Sommerkönigin und nahm das neue Amt dann sogar mit amüsierter Neugier an. Nicht dass sie es hätte ändern können, sie hat den Job jetzt, und so leicht rauskommen wie Roberto wird sie da vermutlich nicht. Mierda! Meine kleine Schwester ist die Letzte, von der ich gewollt hätte, dass sie in den ganzen Feenmist mit reingezogen wird! Nicht, weil ich es ihr nicht zutraue, im Gegenteil, aber an meinen eigenen Erfahrungen der letzten Jahre gemessen, hätte ich ihr das verdammt nochmal lieber erspart.

Aber es half ja alles nichts. Sie hat den Job jetzt, also erklärte ich ihr in groben Grundzügen, was es damit auf sich hat und was für eine mierda gerade am Dampfen ist.

Anschließend rief ich Edward und Ms. Snow an, weil ich fand, ‚Landa müsse die beiden anderen Richter auch so bald wie möglich kennenlernen. Die kamen also auch noch ins Dora’s, und wir hielten Kriegsrat.
Ich wollte mich gerade höflich zurückziehen, weil ich ja nicht zu den Richtern gehöre, da klingelte mein Handy. Es war die Nymphe, Saltanda, die mir fröhlich erklärte, Pan habe gesagt, sie solle mir ausrichten, ich solle jetzt der Verteidiger sein.

Wirklich überrascht war ich nicht, denn ich hätte ja damit rechnen können; Colin war es ja zuvor auch schon gewesen. Überrascht also nicht, aber etwas überrumpelt, also dachte ich nicht nach, und es geschah völlig aus Reflex, dass ich Saltanda für die Nachricht dankte.
Und dann, beim Auflegen, hörte, wie Saltanda fröhlich zwitscherte: „Yay! Er hat Danke gesagt! Dann war es also ein Gefallen!“

Mierda! Wann lernst du es endlich, Alcazár! Ich knirschte mit den Zähnen, gab einen frustrierten Aufschrei von mir und hieb mit der flachen Hand auf die Tischplatte, ehe ich aufsprang und mehrmals mit dem Kopf gegen die Wand hinter unserer Sitznische hämmerte. Nicht so fest, dass ich mir wehgetan hätte, ganz so neben mir war ich dann doch nicht. Aber es war Ausraster genug, dass meine drei Gesprächspartner mich ziemlich entgeistert anstarrten, als ich mich mit einem verlegenen Räusperer wieder hinsetzte. Und bemerkte, dass meine Handfläche auf dem Tisch einen leicht angesengten Umriss hinterlassen hatte, ungefähr so wie ein Bügeleisen, das zu lange mit der heißen Platte auf der Unterlage gestanden hat.

Ich murmelte eine Entschuldigung und versuchte den Ansatz einer Erklärung, gab es aber ziemlich bald auf, weil alles, was ich sagen konnte, einfach nur albern geklungen hätte. Vor allem gegenüber meiner Schwester und der mir ja beinahe völlig fremden Winterrichterin. Irgendwann in einer ruhigen Minute muss ich aber dringend nochmal mit Edward reden. Ich bin es nicht gewohnt, so… so wütend zu werden. Zumindest nicht, ohne beeinflusst worden zu sein, so wie letztes Jahr am Crater Lake. Wobei… oh mierda. Vielleicht war es ja auch diesmal eine Art Einfluss. Das Amt des Ersten Ritters macht irgendwas mit mir. Nicht mal unbedingt auf magischem Wege, auch wenn ich mir sogar das durchaus vorstellen kann. Aber allein die Tatsache, dass ich diesen Job jetzt habe und mit mir darüber ins Reine kommen muss. Denn in der Hitze des Gefechts auf der Insel habe ich diesmal völlig vergessen, mein Ritteramt zeitlich zu begrenzen. Ich habe Pan gegenüber zugesagt, das Schwert anzunehmen, und zwar ohne Wenn und ohne Aber und ohne Bedingung. AAAAH! Mierda! Doppelte und dreifache mierda!

Dort im Dora’s jedenfalls muss ich wohl ziemlich bedröppelt dreingeschaut haben, als ich mich wieder hinsetzte, oder mein Ausbruch erschreckender gewesen sein, als ich dachte, denn mit einem Mal stellte Dora unaufgefordert und mit den Worten „hier, auf’s Haus“ einen Cupcake vor mich hin.
Es war letzteres, musste ich dann feststellen, denn etwa zwanzig Minuten später kreuzte Roberto auf, den Dora – die uns inzwischen ja alle kennt und seit unserer Spende zum Wiederaufbau des Lokals auch unsere Nummern hat – angerufen hatte, weil einer seiner Freunde sich so komisch benehme und beruhigt werden müsse. Roberto dachte natürlich erst mal, Edward sei gemeint, und war etwas überrascht, dass der Ausraster auf meine Kappe ging. Mehr Peinlichkeit. Grrrr.

Zum Glück lenkte Edward uns mit der schlauen Idee ab, dass wir Hurricane doch auch noch zu dem Treffen dazu holen könnten, wenn wir schon mal alle hier wären. Zusammen mit dem Ankläger sprachen wir den Fall durch. Dummerweise lag die Beweislage ziemlich eindeutig gegen Sergeant Book, daran konnte ich als Verteidiger so ziemlich gar nichts ändern, auch wenn ich diverse mildernde Umstände anführen konnte. Hurricane machte deutlich, dass ihm vor allem wichtig sei, dass der Kobold nicht völlig unbehelligt davonkomme, und so kamen wir schließlich zu einer Einigung.

Die Verhandlung selbst soll – ein Vorschlag von Yolanda – morgen Abend in einem der Hörsäle an der Uni stattfinden.

Eben heimgekommen. So richtig müde bin ich noch nicht, außerdem gibt es Dinge zu berichten.

Die Verhandlung ging exakt so aus, wie wir das bei unserem Treffen im Dora’s bereits ausgemacht hatten: Der Fall wurde für die neue Richterin des Sommers noch einmal dargelegt. Hurricane führte die belastenden Fakten an, ich nannte die mildernden Umstände. Zeugen wurden keine groß aufgerufen. Die Richter gingen und berieten sich und befanden Sergeant Book in ihrem Urteil dann für schuldig. Daher verhängten sie das Strafmaß, dass der Wyldfae seine Kraft an die Insel der Jugend binden müsse, um diese zu stärken und die erlittene Schwächung wenigstens zum Teil wieder auzugleichen. Außerdem wurde er verpflichtet, von nun an höchstselbst und in Person auf der Insel über diese zu wachen.

Sergeant Book blickte ernst, aber gefasst drein und quittierte das Urteil mit den Worten „das ist fair.“ Dann nahm er, ehe er von je zwei Vertretern des Sommers, des Winters und des Wyld aus dem Saal geführt wurde, noch einmal Edward beiseite. Er erklärte unseren Freund zu seinem Nachfolger als Leiter des SID Miami und deutete auf eine Gruppe von Gnomen, die uns bereits aufgefallen war, weil wir die hier in der Stadt noch nie gesehen hatten und keine Ahnung hatten, wo die plötzlich herkamen und warum sie heute abend hier bei der Gerichtsverhandlung aufgetaucht waren.

Das seien Winterfeen, erklärte Sergeant Book, Frostgnome, und Edward solle bloß ein Auge auf die haben, die klauten wie die Raben. Warum die jetzt plötzlich hier seien? Naja, der Sommer habe in Miami durch die ganze Sache jetzt eine empfindliche Schwächung erlitten, da sei es eigentlich kein Wunder, dass Elemente des Winters sich jetzt hier einnisteten. „Na ganz toll“, knurrte Edward, aber so richtig von Herzen kam sein Gebrumm nicht. Ich glaube, er war etwas überwältigt von der Tatsache, dass Book ihn gerade zu seinem Nachfolger gemacht hatte.

Als die Verhandlung offiziell geschlossen war, klatschte Pan in die Hände: „Zeit für eine Party!“
Roberto kam nicht mit. Der hatte offensichtlich das Bedürfnis, sich nach seiner Entscheidung für Oshun etwas vom Sommerhof fernzuhalten. Was ich ihm absolut nicht verdenken kann. Ich wünschte, ich hätte mich auch absetzen können.

Aber das ging natürlich nicht. Denn da war ja noch die Formalität des Rittereides, den es abzulegen galt, was ich mit ziemlichen Bauchschmerzen hinter mich brachte. Aber immerhin gelang es mir, Pan in diesem Zusammenhang halbwegs ernsthaft und nüchtern zu erwischen und nochmal in Ruhe mit ihm zu reden.

Er freute sich sichtlich, nach all seinem Pech mit den letzten drei Rittern „endlich mal einen kompetenten“ gefunden zu haben, was mir die Sache natürlich nicht gerade leichter machte. Ich nannte ihm aber meine Bedenken, und wir einigten uns darauf, dass ich das Ritteramt so lange nach bestem Wissen und Gewissen ausführen werde, bis ich einen würdigen Ersatz gefunden habe, der dafür mindestens ebenso gut, wenn nicht besser, geeignet ist als ich. Denn so jemanden wie Colin will ich Pan keinesfalls nochmals aufdrücken – mir ist nur allzu bewusst, dass ich schuld daran bin, dass der Sommerherzog wegen meines Wunsches, bloß schnell wieder aus dem Job rauszukommen, einen derart ungeeigneten Ritter bekommen hat. Glaubt nur nicht, dass ich das nicht weiß, Römer und Patrioten!

Langer Rede kurzer Sinn: Bis auf Weiteres habe ich den verdammten Job. Ich will ihn eigentlich nicht haben, aber jetzt, wo ich ihn habe, werde ich auch mein Bestes tun, ihn gut auszufüllen. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf: Irgendwo muss einfach jemand existieren, der für die Aufgabe ideal geeignet ist.

In dem Gespräch mit Pan führte ich auch an, dass der Sommerhof von Miami ja nun außer Sir Anders über keinerlei Feenritter mehr verfüge, dass der Winter diese Schwächung als Chance für einen Versuch ansehen könnte, mehr Einfluss in der Stadt zu gewinnen, und dass es vielleicht angeraten wäre, sich mit neuen Rittern zu verstärken. Ausgezeichnete Idee, erwiderte Pan, kümmere dich darum! Haha. A-hahaha! Sagte ich bereits, dass ich diesen Job nicht haben will?

Meine Gefallensschulden bei Saltanda habe ich übrigens auch noch bezahlt. Indem ich mit ihr tanzte, wohlgemerkt, ehe hier falsche Ideen aufkommen! Das arme Mädchen war sichtlich enttäuscht und schien sich zu fragen, was mit ihr nicht stimmt, dass ich nicht noch ein paar unkomplizierte Stunden mit ihr verbringen wollte. Aber genau das ist es ja gerade. Ich weiß, für sie wäre es vollkommen unkompliziert und der absolute Inbegriff von „no strings attached“, aber für mich hängt zu viel daran. Zu viel Erinnerung an diesen einen Fehler. Von dem ich ja sogar weiß, dass er natürlich nur der direkte Auslöser, nicht die eigentliche Ursache war. Aber trotzdem. Es ging einfach nicht.

Die Neuigkeit des Tages: Edwards Beförderung ist durch!

Sergeant Book hatte wohl offensichtlich schon damit gerechnet, dass das Verfahren nicht mit einem Freispruch für ihn enden würde, denn er hatte bei der Polizei ein Schreiben hinterlassen, mit dem er seinen Posten dort unter Angabe von Burnout als Grund für den Rücktritt offiziell niederlegte. In dem Schreiben empfahl er Edward als seinen Nachfolger, und angesichts von Books Verdiensten um das Department in den letzten Jahren konnte man sich weiter oben dieser Empfehlung wohl nicht widersetzen.

Also ist Edward seit heute offiziell Leiter des SID Miami, was mit einer kräftigen Gehaltserhöhung und einer Beförderung zum Lieutenant einhergeht. (Book hätte der Rang des Lieutenant wohl ebenfalls zugestanden, aber der alte Kobold hat sich anscheinend immer geweigert. Und die Stadt hat sich natürlich gehütet, ihn zu etwas zu zwingen, was höhere Ausgaben im städtischen Haushalt bedeutet hätte.)

Oh, und ich habe Eileen Fabray kontaktiert. Die ehemalige Erste Ritterin hatte ich ja damals bei der Sache mit dem cabrón schon kennengelernt, und gestern habe ich einfach mal bei ihr angerufen. Von ihr weiß ich immerhin, dass sie etliche Jahre lang eine gute Ritterin war, und ich habe sie unumwunden um Rat und Hilfe gebeten. Am Wochenende wollen wir uns treffen.

Aaaaah! Sagte ich schon, dass ich diesen elenden Job nicht haben will?

Das Treffen mit Eileen war sehr nett und die alte Dame echt hilfreich. Wir haben uns lange unterhalten, über die Ritterpflichten und -aufgaben und wie man Pan im Zaum hält (Eileens guter Tip: ein für alle Mal klarstellen, dass man nicht mit ihm schlafen wird, sonst kommt er garantiert auf die Idee, das gehöre zum Stellenprofil. Nicht, dass das für mich ein großes Problem werden wird, ich fühle mich für gewöhnlich nur von Frauen angezogen, aber gut zu wissen.)

Eileen hat mich auch dahingehend beruhigt, dass man als Erster Ritter nicht ständig um Pan herumscharwenzeln und sich dauernd in seinem Palast aufhalten muss, sondern durchaus sein eigenes Leben führen kann. Natürlich gibt es bestimmte Tage und Zeiten – der Spring Break zum Beispiel –, an denen man als Ritter definitiv für den Sommer unterwegs sein wird und sich nicht um seine Familie kümmern kann… aber das war ja in den letzten vier Jahren ohne das Ritteramt auch nicht groß anders.

Außerdem hat Eileen sich bereiterklärt, mir ein wenig Unterricht im Schwertkampf zu geben. Ja, sie ist Mitte sechzig und nicht mehr so schnell auf den Füßen, wie sie es zu ihren Ritterzeiten war, aber um mir Kacknoob, um mal in Gamersprache zu reden, die Grundlagen beizubringen, wird es schon noch reichen. Die erste Stunde jedenfalls war schon mal sehr nützlich – wenn auch anstrengend. Ich halte mich ja eigentlich nicht für vollkommen unsportlich, aber das war doch nochmal was ganz anderes. Aber es hat auch Spaß gemacht, und ich freue mich schon auf die nächste Lektion.

Aber – und das ist der Grund für den frustrierten Aufschrei im ersten Satz – Eileen hat mich auch an etwas erinnert, an das ich eigentlich von selbst hätte denken müssen, das ich aber bislang erfolgreich verdrängt hatte.

Padre en el cielo, ayudame, zur Sommersonnenwende ist ja wieder das Ritual fällig, mit dem die jährlichen Opfer an das Coral Castle gebunden werden. Und natürlich ist der Erste Ritter dafür verantwortlich, die Opfer zu beschaffen. Nein, verdammt! Ich werde nicht, wiederhole nicht!, Teil eines solchen geplanten Mordes werden, auch wenn Eileen sagte, dass es ganz, ganz üble Konsequenzen habe, wenn das Ritual ausfalle. Sie habe sich nämlich anfangs auch geweigert, und das Ergebnis sei… sie wollte nicht aussprechen, was genau das Ergebnis war. Aber egal. Nein. Nein, nein, nein!

Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht darin, dass Eileen erklärte, wenn man Freiwillige fände, die sich in vollem Wissen und Bewusstsein auf dieses Schicksal einließen, dann „halte“ das Ritual für die nächsten sieben Jahre, und nicht nur für ein Jahr, wie das bei unfreiwilligen Opfern der Fall ist. Bitte, bitte, bitte, santísima Madre, hilf mir dabei, Freiwillige zu finden. Sonst… sonst muss ich irgendwie aus diesem Amt raus, ehe ich es wirklich angetreten habe. Mierda!

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter FATE, Miami Files, Pen & Paper

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s