Supernatural – Nächtlicher Anruf

Den folgenden Dialog haben Sams Spielerin und ich im Anschluss an Ethans Besuch bei seiner Familie ein paar Tage später per Text-Messenger ausgespielt. Inhaltlich gehört das Telefonat noch zum Familienbesuch, aber als eigener Eintrag passt es irgendwie doch besser.


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Ethan hat keine Bedenken, weil er Sam nach Mitternacht anruft. Das ist in den Wochen seit Portland öfter vorgekommen – in beide Richtungen. Dass sie nach dem dritten Klingeln drangeht, bestätigt ihn in seiner Entscheidung. Sam klingt müde, aber nicht so, als hätte sie schon geschlafen. “Hey”, begrüßt sie ihn.
‪Irgendetwas raschelt im Hintergrund.‬
„Hey.“ Ethans Stimme klingt ein klein wenig anders als sonst. Freier. Gelöster. “Stör ich?”‬
‪“Nein. Tust du nicht. Alles… ok?“‬
”Ja. Nein. Ja. Doch. Durcheinander.“‬
Pause. Ein Atemzug, ehe er weiterspricht.
”Bin… bin grad in Tappan. Bei. Bei meiner Familie.“‬
‪”Oh.“ Kurze Pause. “Das ist gut. Hoffe ich?”
‪Jetzt schwingt hörbar ein Lächeln in Ethans Stimme mit. “Ja. Sehr sogar.”‬
‪Sie atmet erleichtert aus. “Das ist schön.”‬
‪“Sind alle schon im Bett. Glaub, die schlafen genauso wenig wie ich.“ Er klingt belustigt.‬

Ein leises Lachen von Sam. “Du bist also noch da?”‬
‪“Mmmh. Konnte nicht weg. Wollte auch gar nicht. Die…“‬ Er atmet tief durch. ‬‪”Oh Mann. Versteh’s ja.“
‬‪Sam wartet geduldig.
”Die wollten unbedingt, dass ich in meinem alten Zimmer schlafe. Klar. Ist ja … meins. Nur… Oh Mann.“‬
”Uff“, entfährt es ihr. “Vermutlich ziemlich komisch, oder?‬“
‪”Sehr.“‬
‪”Schmales Bett?“ Er kann ihr Grinsen hören‬. ‪“Fall nicht raus.“‬
‪Ethan hat ebenfalls ein Schmunzeln in der Stimme. “Wenn du da wärst, würd’s arg eng.”‬
Ganz kurz zögert er.
“Wär trotzdem schön, wenn du da wärst.”‬
„Sor…“ hatte sie gerade schon angesetzt, kichert dann aber kurz leise, ehe das Lachen verstummt.‬
‪Stattdessen gibt sie ein zustimmendes “Mh” von sich‬. ‪“Wenns dir helfen würde.“‬
Vielleicht kann sie sein Stirnrunzeln hören, den leisen Widerspruch. “Weil du da wärst.”‬
„Ich mein… klar. Tut mir leid.“‬
”Nein. Nicht so gemeint.“‬
”Wär wirklich schön.“‬

‪Jetzt hat Ethan wieder ein Lächeln in der Stimme. “Würd’s dir gern zeigen. Basketball-Bettwäsche und alles.”
Im selben Moment fängt Sam auch an zu reden. “Aber ich finds toll, dass du zu ihnen bist. Ich mein… hatten das ja schon. Sie sind noch da.”‬
Dann: ‪“Basketball? Echt? Die haben sie gelassen?“‬
‪”Sag’s doch. Total seltsam. Nix angerührt.“
”Glaub ich.“‬
‬‪“Also… schon neu bezogen und so.”‬
‪“Uff.“
„Wie… haben sie’s aufgenommen?“‬ setzt Sam dann nach kurzer Pause wieder an.
”Puh. Wie lang hast du Zeit?“ Ethans selbstironischer Tonfall zeugt davon, wie genau er um seine Kommunikationsprobleme weiß.
„Falsche Frage. Wenns danach geht…“ Sie seufzt. “Zuviel.”‬
‪“Mein ja nur. Könnte dauern.“
Es folgt ein kurzes Zögern, während er das letzte Wort ihrer Antwort noch einmal auf sich wirken lässt. Erkennt, was sie damit sagen wollte. Dann: ‪”Tut mir leid. Wie gehts dir? Was macht der Fuß?“
‪”Also… viel Zeit. Kann nicht viel tun grade. Es geht schon. Muss ihn halt hochhalten, sonst wird er dick und tut weh. Hoffe, dass Jacky mir morgen was anderes zu lesen oder so mitbringt. Egal. Erzähl, wenn du’s erzählen willst.“‬
”Mmmh. Will.“‬
”Sonst schreiben?“
”Mm-mm. Schön so.“‬ Ein Herzschlag Pause. ‪”Stimme hören.“‬
Sie macht ebenfalls eine kurze Pause. “Oh. Klar.”‬

„War… naja. Puh.“‬ ‬‪Ethan zögert. Sucht nach einem Anfang.
”Kam an, wollten grad weg. Dad hat mich erst gar nicht erkannt. Musste sich erstmal hinsetzen.“‬
“Verständlich“, stimmt Sam ihm zu.
”Mom… Mom war…“ Das fällt ihm jetzt hörbar schwerer. ‪“Hat sich… wie sag ich das…“
‪Ethan zuckt etwas hilflos mit den Schultern, auch wenn Sam das nicht sehen kann.
‪”Überrumpelt?“
‪”Auch. Und dann Maske. Perfekte Hausfrau. Salat, Eistorte. Teller richten. All sowas, weißt du?“‬
‬‪”Ach du Scheiße.“ Dann direkt: “Sorry! Du weißt…. sorry. Oh Mann.”‬
”Ist ok. Auch gedacht. Völlig un-Mom. Hat mich … puh.“‬
‪”Mh. Wusste vermutlich nicht, was sie tun soll.“‬
‬‪‪”Mmmh. Vermutlich. Ist aber noch aufgetaut. Vorhin dann.“ Da ist Ethans Erleichterung nicht zu überhören.‬
„Das ist gut.“‬
”Dad war… der wollte mich gar nicht loslassen. Hatte glaub Angst, wenn er blinzelt, bin ich wieder weg. Kann ich ihm nicht mal verdenken.“‬
”Stimmt. War halt schon lange.“‬
”Oh Mann. Ja. Hätte viel früher.“‬ Er seufzt.‬
”Es ist nie zu spät. Du hattest Gründe.“‬
”Mmmh. Ist nur…“ Ethan zögert, sucht nach den Worten, ‬schneidet dann doch offensichtlich ein anderes Thema an als das, auf das er eigentlich hatte kommen wollen.
”Fi hat mich gesucht, weißt du.“ Sam kann hören, wie Ethan ein beeindrucktes Schnauben von sich gibt. ‪“Hat mir ihre Karte gezeigt. Wo sie alles war.“
”Fi?“‬
‪”Fiona. Kleine Schwester. 18 jetzt.“
‬‪”Ah. Das… cool. Mit 18?“
‪”Jahr oder zwei. Die Karte war über und über voll. Jede noch so kleine Spur.“‬
‬”Krass.“‬
‪”Mhmmhm.“‬ Ein kurzes Atemholen. ‪”War sogar in Dimmitt. Hat mich umgehauen.“‬
‬‪”Wow. Ja… mich grade auch. Als wir schon weg waren?“
‬‪”Muss wohl. War beim Sheriff. Der kannte Albert ja lange. Hat sie überzeugt.“
Wieder macht Ethan eine kleine Pause. ‪”Dad wusste davon. Mom nicht. Die wär ausgeflippt.“‬
”Ui. Heftig.“‬
Schweigen. Sam weiß wohl gerade nicht, wie sie ihre Gedanken in Worte fassen soll.‬ Dann spricht sie weiter.
”Besser, dass sie das jetzt nicht mehr muss. Ich mein… du weißt schon.“‬
‪”Mmmmh.“‬

Ein amüsiertes Schnauben, als Ethan ein Gedanke kommt.
”Und sie glaubt, ich bin Geheimagent.“‬
Sam prustet amüsiert.‬ ‪”Naja – gar nicht so weit weg, oder?“‬
”Stimmt.“‬
‪”Hast du ihnen viel erzählt? Oder wirst du noch?“‬
Auf diese Frage folgt erst einmal ein Seufzer. Dann:‬ ‬‪”Bisher nicht. Nur… Naja. Hab aus dem Harrdhu einen Mörder gemacht.“‬
‪”Klingt vernünftig“‬, bekräftigt Samantha.

‪Ethans Stimme wird ernst, ja traurig. ‪“Alan hat’s nicht gereicht.“‬
‪”Mist.“‬
”Der war… puh. Misstrauisch reicht nicht.“‬
”Tut mir leid.“‬
”Mmhm. Danke dir.“‬ Eine kleine Pause, in der Ethan zu überlegen scheint.‬
”Der… weiß nicht. Hat irgendwas erwartet. Keine Ahnung, was. Ist dann gegangen.“‬
‪”OK“, erwidert Sam. ‬‪“Vielleicht mal was für später. Wenn du meinst, er könnte es… vertragen.“‬
‪”Der…“ Zögern. “Vielleicht. Er ist zur Polizei. Ich glaub…”‬
”Draußen?“‬
”Hm?“‬
”Ist er richtig draußen unterwegs? Ich mein… wenn ja, ists vielleicht besser, wenn du ihm irgendwann mal was sagst.“‬
‪”Mmhm…“‬
”Wenns an der Zeit ist. Sorry, will mich da gar nicht so einmischen, aber du weißt ja selbst, wie sich manchmal Leute, die nichts wissen….“
‪”Mm-mm. Gibt kein ‘einmischen’. Nicht von dir. Bin nur am Denken.“‬
‬‪Sam gibt ein zustimmendes “Mhmh” von sich.‬
”Weißt du…“‬ Er klingt nachdenklich.
‪”Mh?“
‪”Hab überlegt, ob ich ihm was sagen soll. Aber… wären die falschen Gründe gewesen.“
Ethan spricht zögernd, als müsse er seine undefinierten Gefühle erst mühselig in Worte gießen.
‪”Wär gewesen, weil sein Misstrauen so weh tat. Nicht, weil… weil’s für ihn besser wäre.“
‬‪”Klar. Vermutlich hätte er dich so auch nicht ernst genommen.“‬
”Hab auch Fi hingehalten. Sagte ihr, ich kann’s nicht versprechen. Aber vielleicht.“‬
‬‪”Hat sie auf der Suche nach dir was mitbekommen?“‬
”Klang nicht so. Aber nicht direkt gefragt.“‬

”Gut“, sagt Sam ermutigend. ‬‪“Wird sich alles geben. Mach dir noch nicht zu viele Gedanken. Sei erstmal bei ihnen.“
”Mmmh. Hab ich vor. Paar Tage oder so.“‬
”Klingt gut.“‬
”Hab auch bestimmt zehnmal versprechen müssen, nicht wieder abzutauchen. Hoch und heilig.“‬
‪”Überfordert euch nicht. War für alle.. naja eine bestimmt nicht einfache Zeit.“‬<
‬‪Ein zustimmendes Mmmh.
”Machs auch nicht, ja?“, versichert sich Sam dann. „Das… naja. Wäre schlimm für sie. Und für dich.“‬
‪”Niemals.“‬ ‪Das kommt mit Nachdruck.
‪”Gut.“‬
‪”Hab ihnen gesagt, dass ich nicht versprechen kann, dass mir nix passiert. Dass ich keinen Unfall habe oder so. Aber… dass ich nie, niemals, wieder absichtlich wegbleibe. Mein ich auch so.“‬
”Kannst ja immerhin vielleicht dafür sorgen, dass jemand ihnen bescheid gibt.“‬
”Mmmmhm.“‬ ‪Da klingt Ethan nachdenklich, als grübele er tatsächlich, wem er diesen Auftrag geben könne.

‪Sam scheint ebenfalls nachzudenken.
”Finds gut, dass du da warst. Und finds gut, dass… naja. Du da bist und sie dich nicht gleich wieder weggejagt haben. Spricht für sie.“ Am Ende ist ein Lächeln in Sams Stimme zu hören‬.
Ein tiefer Atemzug. ‪“Ja.“ Ethan hat ebenfalls ein Lächeln in der Stimme. “Ich hab sie vermisst.”
“Und dich vermiss ich auch“, fügt er nach einem kurzen Moment des Schweigens leise hinzu.
Eine kurze Pause seitens Sam. “Ich dich auch.”
”Denk ich“, fährt sie dann fort. ‬‪”Ich mein… bin grade nicht die beste Gesellschaft.“‬
‪Ethan zuckt die Schultern, auch wenn Sam das nicht sehen kann.
”Als ob ich bessere Gesellschaft wär.“ Bei dem ersten Satz klingt er halb belustigt, dann wird seine Stimme mitfühlend.‬ ‪“Anstrengend, hm?“

‪”Klar! Du liegst nicht nörgelnd auf einem Sofa.“‬
Er schnaubt. ‪”Ich liege in einem Bett mit Basketball-Bettwäsche umgeben von meinem 16-jährigen Ich.“‬
”Oh Gott.“ Sie muss lachen‬.
Ein amüsiertes Prusten von Ethans Ende der Leitung. Er scheint sich zu freuen, dass er sie zum Lachen gebracht hat.‬
„Ich frag mich grade, wie der 16-jährige Ethan so war.“‬
‪”Hmmm. Redseliger.“‬ Er scheint ernsthaft über die Frage nachzudenken, will eben noch etwas sagen, ihr vielleicht anbieten, dass sie ihn alles fragen kann, oder vielleicht von sich aus noch etwas aus der Zeit erzählen, aber da spricht Sam schon weiter.
‪”Aber nicht so einer, der unter der Bettdecke heimlich telefoniert…. nee, das ist eher so ein Mädchending, oder?“‬
Ethan lacht leise. “Nur jetzt grad. Sonst kommt Mom noch rein.”‬
Sam kichert. “Und denkt wer weiß was…”
”Oh ja.“ Ethan lacht mit ihr.‬
”Nachher gibts noch Hausarrest.“‬
Wieder ein belustigtes Schnauben. “Wenn’s nach denen ginge, würd ich eh sofort in Vermont kündigen und wieder hier einziehen.”‬
”Gott bewahre! Obwohl…. wenn sie die Bettwäsche wechseln…“‬
‪Er lacht leise auf.‬
”Es sei denn, du stehst immer noch drauf“, neckt sie ihn.
”Himmel hilf, nein!“
”Beruhigend.“‬
Er schmunzelt, was man am Klang seiner Stimme vielleicht auch auf der anderen Seite des Hörers mitbekommen kann.
‪”Was magst du eigentlich für Bettzeug?“‬
Zeitgleich fragt Sam: “Bleibst also noch ein paar Tage da?”‬
‬Dann: ‪“Äh… saubere? Weiß nicht. Bin da nicht so anspruchsvoll.“‬
‪”Ein paar.“ Er lacht dann leise bei ihrer Antwort. ‪”Auch nicht.“‬
”Dann ist ja gut.“‬
‪”Wobei. Schade eigentlich. Dachte… Geburtstagsgeschenk.“ Auch Ethans Tonfall ist unverkennbar scherzhaft.
”Ähm….“‬
Ethan prustet amüsiert bei dem skeptischen Klang ihrer Stimme.‬

‪Dann wird er ziemlich schlagartig ernst. ‪”Hör mal…“‬
‪”Ja?“ Sam klingt ob des plötzlichen Wechsels im Tonfall besorgt.
”Irene schon mit dir geredet?“‬
”Nein. Wollte ja eigentlich zu ihr. Aber dann kam das mit dem Fuß dazwischen.“
”Mmmmh.“‬
”Ist was mit ihr?“‬
‪”Nein“, druckst Ethan herum. ‬‪“Ja. Nein. Nicht so. Geht ihr gut.“‬
“‪Oooh kay?”‬
”Verdammt. Tut mir leid. Eigentlich nicht an mir, das anzusprechen. Nur… Drecksmist.“
”Was ist los?“ Sam klingt jetzt ernsthaft besorgt‬.
”Nichts fürs Telefon, eigentlich. Weißt du schon, wann du wieder fit bist? Ungefähr?“‬
”Keine Ahnung. 1-2 Wochen vielleicht‬.“
”Kay.“ Man kann Ethans Stimme anhören, dass er gerade echt hin und hergerissen ist.
‪”Ich mein… so früh wie möglich halt. Wenns warten kann… kann ich was tun?“‬
Ein ‪Zögern an Ethans Ende der Leitung, dann ein tiefes Durchatmen. ‪”Cal und Irene meinen, es kommt was. Was Großes. Und ich glaub ihnen das.“‬
Ethans Stimme klingt bei der Erwähnung von Cal völlig normal; offensichtlich hat sich da seit Dimmitt ein bisschen was geändert.
‪Schweigen. Dann: “Aha?”
”Drecksmist. Irene killt mich. Aber… Weltuntergang und so. Zerstrittene Fraktionen im Himmel. Engel, die die Apokalypse auslösen wollen.“‬
‪”Was? Sorry, aber das klingt… “ Sam sucht offensichtlich nach Worten‬.
”Weiß, wie’s klingt.“‬ ‪Ein Seufzer. “Irene glaubt’s. Cal glaubt’s. Selbst was gesehen. Am Haus.“ Kurze Pause. ‪”Ach verdammt. Tut mir leid.“
‬‪”Das … klingt alles ziemlich abgefahren…. Wissen sie, wann da was abgehen soll?“‬
‪”Gar nicht. Leider. Oder zum Glück. Wochen? Monate? Jahre? Wollt dich eigentlich nicht belasten. Nur…“‬ Wieder ein Zögern. ‪”Wenn das kommt… musst du’s wissen, find ich.“
‪”Ok… Kann das grad noch nicht einordnen. Vielleicht wirklich, wenn wir…. uns das nächste Mal sehen.“‬
‪”Mmmhmm.“‬
Sam klingt erleichtert. ‬‪“Danke.“
”Sorry. Erzähl mir was. Wer ist Jacky?“‬
‪”Öhm… Wohne bei ihr. Musste ja irgendwo hin.“‬
”Klar. Alte Freundin?“‬ Ethan stockt kurz. Dann: ‪”Tut mir leid. Neugierig.“‬ Er klingt aber ehrlich interessiert.‬
‪”Sozialarbeiterin hier in Chicago. Sind uns vor ein paar Jahren begegnet.“‬
”Kay. War noch nie richtig in Chicago, glaub. All die Jahre nicht.“‬
”Ist eine Stadt wie viele andere. Weiß nicht.“‬
”Viel Wind?“‬
”Wind?“‬
”Heißt’s doch. Chicago. Windy City.“
”Achso! Naja weiß nicht. Kann schon sein.“‬
‬Ein leises, entschuldigendes Lächeln in Ethans Stimme. “Nicht wichtig.”‬
‬‪“Klar. Schon ok. Sehe grade auch nicht viel mehr als ein kleines Wohnzimmer mit Kochzeile.“‬
‪”Verstehe.“ Das klingt mitfühlend.

Einen Moment lang herrscht Schweigen auf beiden Seiten, ehe Ethan wieder ansetzt. ‪“Hey. Könnt dich besuchen kommen.“ Sein Tonfall klingt halb scherzhaft, halb völlig ernst gemeint – so, als wolle er in beide Richtungen eine Interpretationsmöglichkeit haben, je nachdem, wie Sam auf den Vorschlag reagiert.
Sie schnaubt leise. “Musst du nicht. Bin grad echt nicht gut zu ertragen, glaub ich. Deine Familie ist wichtiger. Wir sehen uns bestimmt bald.”‬
Er nickt, auch wenn sie das nicht sehen kann. ‪“Kay. Werd bald gesund, du.“‬
‪”Klar. Nur ein Kratzer.“‬
”Heh. Irene auch gesagt.“‬
”Mh.“ Einen kurzen Moment lang denkt sie nach. “Wieder so ein H.-W.-Ding, vermute ich.”‬
Ethans Stimme klingt amüsiert. “Garantiert.”‬
‪”Wir sind halt hart im Nehmen.“
”Nie bezweifelt.“‬
”Immerhin.“‬

”Kay. Glaub Jacky kommt grade heim. Kannst du schlafen?“‬
”Mhmm.“‬ ‬Und nein, er weiß jetzt schon, dass er höchstvermutlich die halbe Nacht lang wachliegen wird, aber das ist kein Grund, sie länger aufzuhalten. “Du?”
”Klar. Muss.“‬
”Kay.“‬
”Finds echt gut. Also das mit deiner Familie. Danke, dass du angerufen hast.“‬
”Hey. Ehrensache.“‬ Ein kurzes Zögern, ehe er leise sagt: ‪”Wen, wenn nicht dich.“ Dann spricht Ethan in normaler Lautstärke weiter. ‪“Danke für’s Zuhören.“
Im Hintergrund sind Geräusche zu hören. “Jederzeit. Machs gut. Bis bald.”
”Bis dann.“‬
‪Sam legt dann auch recht schnell auf, aber Ethan hört noch den Bruchteil einer anderen weiblichen Stimme im Hintergrund, ehe die Verbindung abbricht‬.
”Denk an dich“, murmelt er, als Sam gerade schon am Auflegen ist oder vermutlich sogar schon aufgelegt hat.
Vielleicht hat sie es noch gehört‬… ‬‪Vielleicht nicht‬.

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