[Follow Friday] FF43: „Buchkauf“

Es ist wieder mal Freitag, also stellt Fiktive Welten der deutschen Blogosphäre im Rahmen des Follow Friday wie jede Woche eine Frage. Diesmal lautet sie kurz und knapp:

Wo kaufst du in der Regel deine Bücher?

Das kommt bei mir immer darauf an. Rollenspiele (Regelwerke, Quellenbände und dergleichen) habe ich früher meistens in unserem örtlichen Rollenspielladen gekauft, dessen Besitzer ich auch privat relativ gut kannte. Aber dieser Laden hat seit ein paar Jahren geschlossen, und in den anderen Rollenspielladen unserer Stadt gehe ich so gut wie nie. Statt dessen bestelle ich Rollenspiele inzwischen üblicherweise im Internet: Bei Sphärenmeisters Spiele, wenn es um echte Buchausgaben geht, reine PDFs auch gerne über DrivethruRPG, und Lulu.com bietet ja auch die sehr praktische Möglichkeit, Bücher entweder als PDF oder in echter Form zu bestellen. Deren Print-on-Demand-Service habe ich zum Beispiel für das tolle Indie-RPG Love in the Time of Seið schon genutzt.
Und wenn ich mich bei einem Kickstarter beteilige, dann nehme ich da auch eher lieber die Option, die nicht nur das PDF, sondern auch das gedruckte Buch umfasst.

Bei Belletristik nutze ich tatsächlich überwiegend das Internet, sprich Amazon. Ich lese englischsprachige Literatur fast ausschließlich im Original (die Ausnahmen sind die, die ich geschenkt oder geliehen bekomme), und die englischen Abteilungen der deutschen Buchhandlungen sind zwar teilweise gar nicht schlecht ausgestattet, aber eben nicht so umfangreich, wie ich das gerne hätte.
Wenn ich außer Landes unterwegs bin, bringe ich mir von dort aber gerne mal irgendwelche Bücher mit nach Hause, weil ich selten an einer Buchhandlung vorbeigehen kann, wenn ich im Ausland einer begegne. In Deutschland hingegen üben Buchläden lustigerweise gar keine so große Anziehungskraft auf mich aus, was ich ein sehr interessantes Phänomen finde.
Norwegische Bücher sind hierzulande auf herkömmlichem Wege gar nicht zu bekommen, deswegen müssen auch da die Online-Shops der großen norwegischen Buchhandlungsketten herhalten. Entweder das, oder ich lasse sie mir aus Norwegen mitbringen oder statte mich selbst mit Lektüre aus, wenn ich dort bin, was hoffentlich Anfang nächsten Jahres wieder der Fall sein wird.
Oh, und ganz gelegentlich schlage ich tatsächlich in Bahnhofsbuchhandlungen zu. Gar nicht so sehr, weil ich Reiselektüre bräuchte, sondern weil ich beim Warten auf den Zug gerne mal dort herumstöbere und dann manchmal tatsächlich irgendwas entdecke, das mich anspricht und das ich dann doch ganz gerne haben möchte.

Das war es auch schon wieder für diese Woche. Eine Liste der Follow Fridays, an denen ich bisher teilgenommen habe, findet sich hier.

8 Kommentare

Eingeordnet unter Follow Friday, Ganz was anderes, Lesen

8 Antworten zu “[Follow Friday] FF43: „Buchkauf“

  1. Wie ich noch Pendler war – war ich auch ständig im Bahnhofsbuchladen. Norwegisch – das ist ja richtig selten. Cool.

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    • Glücklicherweise muss ich nicht jeden Tag pendeln, aber ich bin schon relativ häufig mit dem Zug unterwegs.
      Das mit dem Norwegisch hat sich so ergeben, aber ich mag die Sprache sehr. 🙂

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      • Pendeln ist auch nervig. Ich muss mit dem Auto fahren da ich nachts arbeite, da fährt nix. Norwegen ist ein schönes Land. Habe zwar nur Dokus gesehen, aber das war schon super

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  2. Ich liebe es, in Bahnhofsbuchläden die Zeit totzuschlagen. ;o)

    Generell sind unsere Buchhandlungen vor Ort (Braunschweig / Berlin) selbst in fremdsprachlicher Richtung gut ausgestattet – jedenfalls für meinen Bedarf.

    Obwohl ich bei Amazon sehr gern Rezensionen lese, wenn ich bezüglich Büchern unsicher bin, habe ich dort bisher nur einen einzigen Printtitel gekauft. Schon komisch!

    Liebe Grüße
    Patricia

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    • Ich habe einfach relativ wenig Zeit, um in Buchläden herumzustöbern, wenn ich nicht gerade im Urlaub bin. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich von zuhause fast alles bei Amazon bestelle, im Ausland aber gerne in Buchläden gehe. Denn Ausland heißt ja entweder Urlaub oder Auftrag – und selbst bei letzterem hat man zwischendrin vielleicht doch mal etwas Freizeit, die man gewinnbringend einsetzen kann.

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      • Frei nach dem Motto Freitags um 1 macht jeder seins, hilft einem Gleitzeit schon ganz gut auf die Sprünge, vor allem in Innenstadtnähe. Da hat man schnell mal ein paar Minuten Umsteigezeit für ein paar Augenblicke zum Stöbern abgeknappst … :o)

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  3. Tja,

    der Bahnhofsbuchladen in Kiel …

    Der ist leider nicht sehr groß und die Phantastikabteilung wird, gefühlt, jedes Jahr kleiner. Besonders Science-Fiction scheint schon lange, mengenmäßig, auf dem absteigenenden Ast. In Kiel vegetiert es oft als „Unterkategorie“ der Fantasy auf zwei kleinen Regalreihen dahin. Unter Fantasy … XD

    Ich geh gern in Hamburg in den Laden oder in Berlin, da gibt es super viel zu stöbern. 🙂

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  4. Der Bahnhofsbuchladen in Mannheim ist, was die fremdsprachige Auswahl und dann noch Genre angeht, auch eher spärlich gesät. Ich bin relativ häufig in Frankfurt/Main am Bahnhof, und die haben einen richtig schön großen, wo sich gerne mal etwas Interessantes findet.

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