[Follow Friday] FF57: „Romanfigur als Alter Ego“

Ich freue mich sehr, dass der Follow Friday wieder regelmäßige Fahrt aufnimmt. Veranstaltet wird er von Patricia von Fiktive Welten, die der deutschen Buchbloggerszene jede Woche eine Frage stellt. Diesmal lautet sie:

Welche Romanfigur wärst du gern in einer fiktiven Handlung? oder: Welche Figur würde euch als Alter Ego besonders reizen?

Im Rollenspiel stellt man ja ständig andere Figuren dar, als man selbst ist; daher ist es relativ einfach, diese Frage aus dieser Perspektive her zu beantworten.

Ich persönlich spiele zwar nicht immer nur ein und dieselbe Art von Charakter (wie z.B. immer Magier, immer Elfen, immer unintelligente Typen, mit denen man möglichst viel falsch verstehen kann), wie ich das bei anderen Spielern schon erlebt habe, aber wie die meisten Spieler habe auch ich trotzdem eine Schublade, in die ich gerne greife, wenn ich nicht aktiv darauf achte, das eben nicht zu tun. Während mein Schema in Real-Life-Settings meist eine größere Varianz aufweist, sind es in Fantasy- oder historischen Settings bei mir gerne die unmagischen, wenig-gerüsteten, beweglichen Figuren – der Waldläufer oder Schurke im Fantasy-Kontext, das Cowgirl im Wilden Westen. Schwer gerüstete Krieger oder irgendwelche Magiertypen wähle ich hingegen eher selten, wenn ich zu meiner Standard-Schublade greife. Wenn es in einem System magische und nicht-magische Charaktere gibt, dann baue ich mir meistens ohnehin erst einen Nichtmagier, weil in solchen Systemen die Magie meist obendrauf kommt und ich erst die normalen Regeln besser kennenlernen möchte, bevor ich mir die Sonderregeln eines Charakters mit Magiefähigkeiten aufhalse. Anders ist das logischerweise bei Spielen wie Ars Magica oder Superheldensystemem, wo ohnehin jede Figur magisch oder sonstwie übernatürlich begabt ist.

Weil ich um diese Vorliebe weiß, versuche ich gerne aktiv und mit Absicht, aus diesem Muster auszubrechen, aber die Frage war ja nach dem, was man gerne wäre – oder in diesem Sinne eben besonders gerne spielt.

In einem Roman wüsste ich es gar nicht. Ich mag es sehr, die Erlebnisse meiner Charaktere in Geschichtenform festzuhalten, aber daß man einen Charakter spielt, heißt ja nicht, dass man der auch gerne wäre. Aber vielleicht habe ich deswegen gar keinen so großen Bedarf nach einem Alter Ego in einer Romanhandlung? Hmmm. Vielleicht tatsächlich eine Art ich selbst in einem fiktionalisierten und etwas dramatisierten, aber ansonsten aber realitätsnahen Setting? Natürlich mit Happy End, versteht sich. Oder doch Shawna, mein langjährig gespieltes Deadlands-Cowgirl (allerdings in einer nicht so übernatürlichen Welt, wie Deadlands sie darstellt), weil ich doch so ein Faible für Westerns habe.

Das war es auch schon wieder für diese Woche. Eine Liste der Follow Fridays, an denen ich bisher teilgenommen habe, findet sich hier.

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