[Karneval der Rollenspielblogs] März 2019: Essen

Im März wird der Karneval der Rollenspielblogs von Clawdeen ausgerichtet, die in ihrem Eröffnungsbeitrag darum bittet, sich diesen Monat dem Thema „Essen“ zu widmen.

Vor über zwei Jahren, im August 2016, gab es schon einmal eine RPG-Blog-O-Quest zum Thema ‚Speis und Trank‘, anlässlich dere ich mich ausführlich über die Outgame-Essgewohnheiten in meinen diversen Spielgruppen ausgelassen habe. Deswegen will ich mich in diesem Karnevals-Beitrag auf die Ingame-Komponente beschränken und anekdotisch beleuchten, wie das Thema ‚Essen‘ bei mir innerhalb der Spielwelt schon berührt wurde bzw. immer mal wieder wird.

Hühnerrunden

Abgesehen davon, dass wir in den Hühnerrunden, wie in dem Blog-O-Quest-Beitrag erwähnt, gerne themengerecht kochen, hatte auch die eine oder andere dort gespielte Session auch schon einen gewissen Bezug zum Essen. So fanden beispielsweise einige der dramatischsten Enthüllungen unseres allerersten Hühner-Abenteuers (das 1912 auf der Jungfernfahrt der Titanic angesiedelt war) beim Captain’s Dinner über edlem Porzellan und feinsten Speisen statt, und in unserer Hommage an „Grand Budapest Hotel“ gab es auch eine hochdramatische Dinner-Szene (sogar samt vergifteter Suppe, wenn ich mich recht entsinne).

Ars Magica

In einer Ars Magica-Runde vor einigen Jahren drehte sich einmal ein nicht ganz unwesentlicher Plot-Punkt darum, was Feen essen können und was nicht. Auf Weise wurde nämlich ein Bösewicht überführt, weil der sich als ein Feenwesen ausgab, das eine bestimmtes Kraut nicht essen konnte, und der Fiesling sich dadurch verriet, dass er es doch tat – erstens gar nicht wusste, dass diese spezielle Sorte Feen dieses Kraut nicht vertrugen und zweitens auch keine negative Reaktion zeigte, als er es aß.

Monsterhearts

So richtig viel ging es in unserer Monsterhearts-Runde noch nichts ums Essen. Aber mein Charakter in dieser Runde ist ein Roboter-Mädchen, das nicht essen muss, es aber kann, ohne das Gegessene allerdings in irgendeiner Weise zu verdauen. Diese Eigenart hat schon mehr als nur einen launigen Spruch über die Essgewohnheiten meiner Hollow zur Folge gehabt.

Miami Files

Bei unserer in Miami angesiedelten Dresden Files-Kampagne hat unsere Gruppe einen Donut-Laden, in dem die Jungs sich gerne treffen, weil die Bagels und Donuts dort wirklich ganz ausgezeichnet sind. Darüber hinaus ist ein langfristiges Element der Runde die Tatsache, dass unsere langfristigen und ziemlich mächtigen Kampagnengegner (oder zumindest halten wir sie momentan für unsere langfristigen Kampagnengegner – keine Ahnung, ob da nicht vielleicht nicht jemand noch Mächtigeres dahintersteht) unter anderem Leute unter ihren Einfluss bringen, indem sie ihren Opfern magische Tortenstücke unterjubeln, die einfach plötzlich aus dem Nichts irgendwo auftauchen. Als das Phänomen zum ersten Mal auftrat, haben unsere Charaktere sich glücklicherweise nicht davon einfangen lassen, und jetzt, wo sie wissen (oder zu wissen glauben), dass die Kuchen von ihren Hauptgegnern stammen, sind die Jungs natürlich besonders misstrauisch in bezug auf irgendwelche Tortenstücke auf Tellern geworden, und ich bin schon sehr gespannt, wo unsere Spielleiterin auf lange Sicht mit diesen Kuchen hinwill.

Supernatural

Aus unserer Supernatural-Kampagne fallen mir einige Episoden ein, in denen Essen eine mehr oder weniger zentrale Rolle spielte.

  • Zwei unserer Jungjägerinnen bekamen es einmal mit einem Fitnessstudio zu tun, wo die Nutzer einen unnatürlichen Proteindrink zu trinken bekamen und damit rasend schnell in Form kamen, aber auch instabil wurden, sobald sie das Zeug nicht mehr zu sich nahmen.
  • In einer anderen Runde wurde mein Volljäger von Kultisten mit einem in einem Diner bestellten Stück Apfelkuchen vergiftet, um ihn an  den Ort eines Rituals zu zwingen, das die Kultisten abhalten wollten und für das sie ihn als Opfer ausersehen hatten.
  • Ein weiteres Szenario spielte während des jüdischen Pessachfestes, bei dem ein Dämon entstand, weil beim Festmahl Gesäuertes anwesend war.
  • Beim Oktoberfest in Leavenworth (Washington) trieben einige aus Deutschland eingeführte und entlaufene Wolpertinger ihr Unwesen, die man nur in betrunkenem Zustand sehen konnte.
  • Ebenfalls meine Jungjägerin war beteiligt, als die Gruppe auf ein Rudel Baku traf – Kreaturen aus der japanischen Mythologie, die Träume und Alpträume fressen.
  • Ein anderes unserer Supernatural-Abenteuer trug den Namen „Soul Food“ – wobei es hier darum ging, dass einem Charakter, der dabei war, seine Seele zu verlieren, diese zurückgegeben werden sollte.
  • Das bislang letzte essensbezogene Szenario der Supernatural-Runde handelte von einer kleinen Käsefabrik in Minnesota und einem Käsemeister, der sich, um der Entlassung und den negativen Auswirkungen bei der Übernahme der Firma durch einen großen Milchkonzern zu entgehen, auf einen Deal mit einem Dämon eingelassen hatte. Um diesem Handel jetzt zu entgehen, schusterte er dem Dämon neue Seelen zu, in dem er seine Opfer mit Käse aus der Firma umbrachte.

Aber von den essensbezogenen Abenteuern mal ganz abgesehen, treffen sich – ganz im Stil der TV-Serie, in deren Setting wir spielen – unsere Charaktere zu Beginn der Sessions gerne mal in Dinern, weil sie ja meistens aus unterschiedlichen Gründen an den Ort des Geschehens kommen und sich nicht notwendigerweise vorher immer schon miteinander verabredet haben, oder sie beenden die Runde nach Besiegen des Monsters noch mit einem Drink irgendwo in einer Bar. Und gerade bei der Supernatural-Runde, die ja im Hier und Jetzt und an immer unterschiedlichen Orten in den USA spielt, macht es mir sehr großen Spaß, entweder vorher zur Abenteuer-Vorbereitung, wenn ich selbst leite, oder hinterher beim Diary-Schreiben, wo ich häufiger mal Orte ausschmücke, die während des Spiels nur vage angerissen wurden, Google Maps zu bemühen und zum Beispiel real existierende Restaurants als lockere Referenz herzunehmen. Überhaupt verwende ich Google Maps (und das Internet generell) sehr gerne als Inspirationsquelle für Orte und dergleichen, und ich freue ich immer sehr, wenn dann zufällig alles perfekt passt.

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Eingeordnet unter Karneval der Rollenspiel-Blogs, Rollenspiel-Sonstiges

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