Drachenzwinge-Con 2019

Die Drachenzwinge-Convention 2019 war meine dritte, und mit dem ausgelagerten Tanelorn-Treffen 2017, dem Einhornwald 2018 sowie dem einen oder anderen privaten Aufenthalt auf Gut Dankerode zu Reitzwecken fühle ich mich in der Location inzwischen richtig heimisch. Wie immer lag die Con um den ersten Mai herum, wobei sie diesmal am Mittwoch begann und bis Sonntag dauerte.

Mittwoch Abend: Blind Date RPG mit Orkworld

Das Blind Date-RPG hat inzwischen schon eine gute Tradition. Auch bei den letzten DZ-Cons hatte ich mich bereits als „flexibel: gerne spielen, aber auch gerne leiten, falls gewünscht“ angemeldet, und während ich die letzten beiden Male als Spielerin in die Verlosung kam, wurde ich diesmal von der Orga zum Leiten eingeteilt. Angeregt von Woche O des Projekts ABC, wo ich ja noch gesagt hatte, dass ich Lust hätte, das System einmal auszuprobieren und in dessen liebevoll ausgearbeitetem Setting zu spielen, entschied ich mich für Orkworld. Im Regelwerk stehen keine fertigen Abenteuer, aber jede Menge teils knapp, teils nicht ganz so knapp formulierter Plot Hooks, und einer davon, der sich um eine in der Wüste versunkene Elfenstadt drehte, schien mir ganz besonders geeignet für einen Blind Date-Oneshot. Als Gruppe zog ich mir eine Mischung aus zwei Personen, die ich schon von anderen P&P-Runden her kannte, einem Spieler, den ich bisher nur im LIRP erlebt hatte, und einem vierten Spieler, dem ich da zum allerersten Mal begegnete. Alle vier ließen sich bereitwillig auf das Setting ein* und erfüllten ihre Orks mit wunderbar viel Leben, und ich hatte richtig viel Spaß. Oder auch, um einen Running Gag aus der Runde aufzugreifen: so** viel Spaß.

Donnerstag Mittag: Deadlands Classic

Wie ich auf diesem Blog schon das eine oder andere Mal erwähnt habe, gehört Deadlands Classic seit langer Zeit zu meinen Leib- und Magensystemen. Daher freute ich mich sehr, dass Knörzbot anlässlich der DZ-Con auf deren Bitte hin für eine gemeinsame Freundin eine Runde damit leiten wollte. Wieder bestand die Gruppe hauptsächlich aus Leuten, mit denen ich schon gespielt hatte, aber es war auch ein Mitspieler dabei, den ich bisher nur vom Smalltalken auf der Con kannte. In einem sehr amüsanten Abenteuer kam unsere Gruppe aus Huckster, verrücktem erleuchtetem Wissenschaftler, Sheriff, Prediger und Cowboy gemeinsam einem rachsüchtigen Wissenschaftler, seinem patentierten mechanischen Menschen sowie dem „schwarzen Kutscher“ auf die Spur. Diese Geistergestalt im Stil des Kopflosen Reiters hatte, vom rachsüchtigen Wissenschaftler beschworen, einige Jugendliche in ein Koma versetzt.

Donnerstag Abend: LIRP

Dass auf den Forentreffen, seien es Tanelorn, DZ-Con oder Einhornwald, ein LIRP stattfindet, hat auch schon seit Jahren gute Tradition. Diesmal trug das Szenario den Titel „Eine ehrenwerte Hochzeitsgesellschaft“ und war, wie dieser Name schon erahnen lässt, eine Hochzeitsfeier in einer Mafia-Familie in den 1950er Jahren. Genauer gesagt heiratete die jüngere Tochter eines sizilianischen Mafia-Dons den Sohn des Polizeipräsidenten der Stadt. Patti, Iona und Nomad, die drei SLs, hatten sich in der Vorbereitung irrsinnige Mühe bei der Verknüpfung der Charaktere und der Vergabe einander diametral gegenübergestellter Ziele gegeben, was um so schwieriger war, als dass diesmal so viele Charaktere einander nicht nur kannten, sondern engste Freunde und Familie waren und sich ein nicht unbeträchtlicher Teil des Plots um Ereignisse drehte, die vor über 20 Jahren stattgefunden hatten. Natürlich verfolgte jeder eine Agenda, und ich glaube, nur die Braut selbst war völlig unschuldig und wollte einfach wirklich nur den schönsten Tag ihres Lebens erleben. Ich selbst spielte die reiche, extravagante*** Schwester der verstorbenen ersten Frau des Dons (Arbeitstitel: „Die intrigante Tante“), deren Ziele es waren, den Stand ihres Sohnes zu verbessern und ihre Geschäftsinteressen voranzubringen (bisher übrigens ohne jegliche Mafia-Verbindungen, aber, weil Damenhygiene, herzlich unspektakulär), vor allem aber, herauszufinden, ob der Consigliere des Dons hinter dem Tod ihrer Schwester steckte.

Spoiler (weiße Schrift auf weißem Grund; wer den Text lessen möchte, bitte einfach markieren): Der Consigliere steckte wirklich dahinter, aber die Schwester war gar nicht tot, sondern nur schwer verletzt über Bord gegangen und von allen für tot gehalten worden, und natürlich war sie unter fremdem Namen und mit anderem Gesicht auch auf dieser Feier. Eigentlich verdächtigte sie ihren Mann, hinter dem Anschlag zu stecken, aber der wusste von nichts, sondern der Consigliere hatte seine Schwester mit dem Don verheiraten wollen und deswegen den Anschlag organisiert. Diverse tränenreiche Wiedervereinigungen und Versöhnungen standen also ebenso auf dem Programm wie zwei Todesfälle (der Don starb an einem gar nicht mal fremdverursachten Herzanfall, nachdem er sich mit seiner großen Liebe versöhnt hatte, aber der Consigliere, der sich mehr Feinde gemacht hatte als nur die ihn verdächtigende Tante, wurde im Mafia-Stil aus dem Weg geräumt).

Und ich verfolgte noch ein selbstgesetztes Privatziel, das nicht in meinem Charakterheftchen gestanden hatte: Dort hatte es nämlich geheißen, die Familie des Polizeichefs beschäftige einen echt französischen Koch, und ich – also der Charakter Eleonora – könne doch vielleicht meine Sprachkenntnisse im Gespräch mit ihm auffrischen. Eleonora-der-Charakter wollte wirklich nur französisch plaudern, aber Timber-die-Spielerin wusste sofort, dass das eine Bedeutung haben musste, wenn das so im Charakterbuch stand. Also sprach ich natürlich den Koch auf Französisch an… und nicht nur Timber-die-Spielerin, sondern auch Eleonora-der-Charakter merkte sofort, dass der vermeintliche Franzose gar kein Französisch konnte. In der Folge bereitete es mir großen Spaß, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen – nicht, dass der Koch vielleicht ein eingeschleuster Geheimpolizist war oder, schlimmer, ein Mafia-Konkurrent, der die Hochzeitstorte vergiftet hatte!

Noch ein Spoiler: Die Wahrheit war am Ende allerdings viel mundaner und tatsächlich ganz harmlos: Er war Kanadier mit französischem Namen, aber ohne zugehörige Sprachkenntnisse, der seine Dienstherrin nicht brüskieren wollte, indem er mit der Wahrheit herausrückte, nachdem sie so stolz mit ihrem echt französischen Koch angegeben hatte. Gegen Ende führten Koch und Tante aber ein klärendes Gespräch und verabredeten zukünftige Treffen zu Sprachlernzwecken.

Aber apropos Hochzeitstorte: Der Spieler des Kochs ist im echten Leben tatsächlich Konditor, und er hatte für das LIRP nicht nur eine, sondern gleich drei unfassbar tolle Torten hingezaubert. Ganz großes Kino!

Freitag Mittag: Love in the Time of the Khvareneh

Auf meinem ersten Tanelorn-Treffen vor inzwischen 7 Jahren spielte ich mit Love in the Time of Seið eine der tollsten und epischsten Runden meiner bisherigen Rollenspielkarriere. Seit einiger Zeit gibt es auch Love in the Time of the Khvareneh, ein Schwesterspiel zu Seið, das nicht in einem nordischen wikingerartigen Setting angesiedelt ist, sondern stattdessen orientalisches 1001-Nacht-Flair verströmt. Von den Regeln her sind die beiden Spiele so gut wie identisch (eine Systemvorstellung zu Seið findet sich hier), nur dass bei Khvareneh auch NSC-Vorschläge für die unterschiedlichen Orte gemacht werden und natürlich das Charakter-Setup ein anderes ist. Spielt man bei Seið den König, die Königstochter, den Ritter, den Jarl und die Seherin, sind es bei Khvareneh die Königin, die ihre beiden Töchter verheiraten will, sowie zwei Prinzen aus dem Norden, die in den orientalischen Palast kommen.
Unsere Sitzung wurde sehr spannend und überraschend (man fängt ja mit nur wenigen gesetzten Fakten an und definiert dann während des Spiels ziemlich viel an Hintergrund und Rückblenden und dergleichen) und endete ziemlich tragisch. Einer der beiden Prinzen gab sein Leben, um die weißhaarige Prinzessin zu retten; die Königin, die ihre weißhaarige Tochter für einen Pakt, um das Reich zu retten, hatte opfern wollen, entging ihrer gerechten Strafe nicht, und die schwarzhaarige Prinzessin bestieg zwar nach ihr den Thron, es gab aber schon erste Anzeichen, dass sie einst den genau selben Weg einschlagen würde wie ihre Mutter. Einzig die weißhaarige Prinzessin brach mit dem anderen Prinzen in eine hoffentlich glückliche Zukunft auf. Sehr spannend und dramatisch und genau mein Fall, aber so ganz kam diese Session doch nicht an die Epik meiner damaligen Runde Seið heran. Aber es muss ja auch nicht jede Sitzung in die allerhöchsten Sphären vorstoßen, sonst würden die ja ihre Besonderheit verlieren, und die Runde war trotzdem sehr, sehr cool.
Interessanterweise bot einer der Spielleiter beim Blind Date ebenfalls eine Runde Khvareneh an, von der ich zwar nicht viel mitbekam, die aber wohl ganz anders als unsere eigene verlaufen sein muss. Dies unterstützt die These, dass sich jede Runde Love in the Time of Seið oder Love in the Time of the Khvareneh trotz der grundsätzlich immer gleichen Charaktere jedesmal völlig neu und anders anfühlt.

Freitag Abend: „Filmriss“ mit Cthulhu

Dass Iona gerne Abenteuer für bzw. mit Call of Cthulhu leitet, weiß ich spätestens seit der DZ-Con 2018, wo ich bei ihr das sehr coole Abenteuer „Ladybug, Ladybug“ spielen durfte. Dieses Jahr leitete sie ein weiteres Cthulhu-Abenteuer im Jetztzeit-Setting, diesmal mit vorgefertigten statt selbst erdachten Charakteren, bei dem ein Kinobesuch für vier Filmliebhaber zum echten Horrortrip wird. Iona hatte sich sehr detailliert und mit vielen tollen Requisiten vorbereitet, so dass wir das Abenteuer fast als Mini-LIRP spielten – sie als SL beschrieb zwar immer mal wieder, was wir so sahen, aber größtenteils liefen wir im Raum herum, und sie stellte die NSCs LIRP-mäßig dar. Außerdem hatte sie noch zwei Leute, die das Szenario schon kannten, als weitere NSCs rekrutiert, was ebenfalls super passte.

Da ich weiß, dass Iona dieses Abenteuer noch öfter anbieten will, erzähle ich jetzt nichts weiter davon, auch nicht als Spoiler verbrämt. Es sei nur soviel gesagt, dass das ein richtig, richtig geniales, wenn auch echt krasses, Spielerlebnis war.

Samstag Vormittag: Fiasko

Irgendwann im Vorfeld der DZ-Con kam der Gedanke auf, doch mal ein Fiasko-Playset für die DZ-Con selbst zu schreiben. Als Uhu diesen Vorschlag im DZ-Con-Board machte, erfuhren wir, dass einige DZ-ler vor einigen Jahren schon einmal mit einem solchen Playset angefangen, es aber nie fertiggestellt hatten. Das war aber schon einmal eine gute Grundlage, auf der wir aufbauen konnten, so dass wir vorletzte Woche in einer Online-Sitzung das Playset mit eigenen Ideen vervollständigten bzw. Elemente, die uns rein gar nichts sagten und mit denen wir nichts anfangen konnten, aus der Liste herausnahmen.
Am Samstag nach dem Frühstück probierten wir auf der Con das Playset dann aus, und es erwies sich tatsächlich als spieltauglich und auch als überaus amüsant. Bei der Verknüpfung ergaben sich aus den erwürfelten und gewählten Optionen der Hardcore-Regelspieler und dessen mitgebrachte kennt-nur-seine-Spielweise-Freundin, die klassisch-angefangen-aber-inzwischen-Dramaspielerin sowie die LARPerin, die von P&P eigentlich nichts hielt, aber auf die Con gekommen war, weil sie gehört hatte, dass das LIRP so toll sei. Bis zum Mittagessen kamen wir zwar nicht mit allen Szenen durch, so dass wir das Ende einfach so definierten und nicht Fiasko-typisch dafür würfelten, aber alles in allem hatten wir sehr viel Spaß mit unseren fiktiven DZ-User-Charakteren Rulemaster, Alex89, Alrike und Nerdlicht. Und auch ein echter Running Gag für hinterher entsprang dieser Runde, als nämlich Rulemaster seiner Freundin Alex89 irgendwann im Brustton der Überzeugung erklärte: „In einer Beziehung ist es wie im Rollenspiel: Kein Drama und klare Regeln!“

Samstag Mittag: Itras By

Nach Ausschreiben der Runde hatte ich ja eine ganze Weile lang gedacht, sie würde gar nicht zustande kommen, weil sich lange nur ein einziger Interessent dafür gemeldet hatte. Aber einige Wochen vor der Con meldeten sich dann noch zwei weitere Personen, was mir zum Spielen reichte, dann wurden es vier und ganz kurzfristig sogar doch noch 5 Spieler. Da meine Gruppe sich für das Unterthema Noir aussprach und von meinen beiden Vorschlägen „ihr spielt Angehörige der städtischen Polizei“ und „das Abenteuer ist auf einem Filmset angesiedelt“ das Filmset bevorzugten, packte ich kurzerhand die Grundkonstellation wieder aus, die vor einigen Jahren auf dem Tanelorn-Treffen zu dem Abenteuer „Blue Roses“ geführt hatte. Diesmal allerdings war die Grundkonstellation der Charaktere eine etwas andere: Wir hatten den Darsteller des Bösewichts, der gerne die männliche Hauptrolle übernehmen wollte und dies auch sehr ambitioniert ausspielte (und damit der ideale Kandidat war, um sich des Mordes am Hauptdarsteller verdächtig zu machen), den Regisseur, der sich ebenfalls verdächtig machte, weil ihn der Mord nur insofern interessierte, dass er seine Arbeit erleichterte, den Comic Relief-Nebendarsteller, der sich dadurch verdächtig machte, dass er die Hauptrolle so vehement nicht übernehmen wollte, die Maskenbildnerin und die Kamerafrau. Das Setup und die Stimmung war eine andere, aber das Endergebnis grundsätzlich doch ähnlich wie bei beim Schwesterabenteuer – auch wenn hier kein Fokus auf dem Hersteller der Farben und Lacke lag, waren es natürlich auch hier die besonderen Farben, die dafür sorgten, dass die Film-Persona des Bösewichts aus der Kamera kommen und die Morde (diesmal kam nämlich nicht nur der männliche Protagonist, sondern in der zweiten Nacht auch die Hauptdarstellerin ums Leben, nachdem sie am Tag zuvor tränenreich den Regisseur beschuldigt hatte) begehen konnte – und ganz am Ende ließen wir absichtlich offen, wer denn nun übrig blieb: der Darsteller des Bösewichts als allein er selbst, der lebendig gewordene Bösewicht – oder vielleicht doch der Darsteller, aber mit gewissen Einflüsterungen/Impulsen, die von der Persona des Bösewichts stammten.

Samstag Abend: Tianxia

Beim Einhornwald im November 2018 spielten wir bei Bob Morane eine sehr geniale Runde mit Tianxia, der Fate-Version für Martial Arts-Fantasy im Stil von „Flying Tiger, Hidden Dragon“ und sonstige Kung Fu-Filme aller Art. Eigentlich hatte die Runde ein befriedigendes Ende, das gut für sich alleine hätte stehen können, aber da die Kamera abblendete, während zwei der Charaktere auf ihrem Weg in die Hauptstadt immer kleiner wurden, war klar, dass hier auch noch eine Fortsetzung folgen könnte. Und tatsächlich hatte Bob Morane einige Ideen, die er jetzt mit diesen beiden Charakteren sowie zwei Neuzugängen spielen wollte. Und wirklich wurde die Runde  – Titel: „Das blutrote Schwert der Rache“ – wieder richtig gut: Bei Rede- und Schwertkampfduellen, Entführungsversuchen und flatternden Gewändern auf Hausdächern kam wieder so richtig schönes Wuxia-Feeling auf, dass man den Film förmlich vor sich sehen konnte. Und auch diesmal sind die Samen für eine Fortsetzung gesät: Der böse Hauptmann, der damals die Hochzeit verhindern wollte und all die Mordversuche auf die Braut und ihre Familie gestartet hatte, hat seine gerechte Strafe gefunden, aber die Drahtzieher-Bösewichte, die damals die andere Familie überfielen und für zahlreiche Verluste sorgten, sind weiterhin auf freiem Fuß, auch wenn ihre neu entsandten Schergen diesmal gestoppt werden konnten. Falls wir also beim nächsten Einhornwald oder bei der nächsten DZ-Con wieder zusammenfinden sollten, steht einem ebenso epischen Teil 3 nichts im Wege. Bob Morane hat sogar schon einen Titel für das Abenteuer angeteasert: „Duell am Jadefluss“.

Fazit

Ich schrieb es ja eingangs schon: Inzwischen fühlt die DZ-Con sich richtig vertraut für mich an. Auch diesmal wieder war die Qualität meiner Spielrunden hoch und die Leute sehr nett (auch wenn ich leider mit einigen kaum ein Wort gewechselt habe, was ich sehr schade finde; mit ein paar Leuten hätte ich gerne mehr geplaudert.) Das Verkleiden für das LIRP war fantastisch, und ich mag die Stimmung bei dem Treffen. (Die Drachenzwinge wechselt demnächst den Inhaber, aber ich denke mal, auf die Con und ihre Qualitäten wird das vermutlich/hoffentlich keine Auswirkungen haben. Nächstes Jahr um diese Zeit wissen wir dann, ob es Änderungen gibt und welcher Art diese sein werden.)
Diesmal aber ließ ich mich auch tatsächlich bei der Spielleiterauktion zugunsten der Serverkasse versteigern – da ich mich kurzerhand dazu entschloss und Flashman als Auktionator gleich mit mir als erstem „Auktionsposten“ anfing, kam ich gar nicht groß dazu, zu überlegen, was ich denn anbieten könnte, sondern ließ mich jetzt einfach erstmal nur für Itras By aufstellen. Beim nächsten Mal kann ich das Netz dann ja weiter auswerfen. Und „ganz umsonst ersteigert“ wurde ich bei der Verabschiedung noch von einer Bekannten, die mich fragte, ob ich nicht „Dream Apart“ für sie leiten bzw. mit ihr spielen wolle: Dieses Indie-RPG, das mich auch sehr reizt und bei dessen Kickstarter ich mitgemacht habe, ist passenderweise dann auch direkt am Tag nach der Con bei mir angekommen. Dann müssen wir jetzt nur noch einen Termin planen!

 

* Ich hatte anfangs ein bisschen was über die Kultur der Orks erzählt und ein paar Begriffe eingeworfen (darunter Thraka als das orkische Wort für die Kriegerin und den Krieger in der Runde, Dowmga für die Matriarchin des Haushalts, Tala für den Barden/Geschichtenerzähler der Gruppe und Bodalay für unseren Schamanen). Außerdem hatte ich den etwas speziellen Humor der Orks beschrieben, deren Witze häufig nach folgendem Schema ablaufen: „Orks verwenden Speere. Menschen verwenden Schwerter. Schwerter sind kurz. Speere sind lang. Menschen sind dumm.“ Das nahmen die Spieler während des Spiels auf und brachten im Verlauf des Abenteuers mehrere ähnliche, zur Situation passende Sprüche. So zum Beispiel, als sie die verlassene Elfenstadt in der Wüste entdeckten: „Elfen bauen auf Sand. Orks bauen auf Erde und Stein. Ork-Dörfer stehen. Elfenstädte versinken. Elfen sind dumm.“

** Diese Geste kam ziemlich am Anfang von einer Spielerin, als ihr Charakter ausdrücken wollte, wie lange die Reise wohl dauern würde, die Ork-Kriegerin aber kein Wort für so große Zeiteinheiten (mehr als eine Handvoll Tage) hatte. Ab dem Moment verwendete die ganze Gruppe, sogar ich als SL, die Geste für alles, was unmessbar groß war, und auch im weiteren Verlauf des Treffens kam dieser Running Gag noch einige Male zum Einsatz.

*** mein Kostüm rockte diesmal richtig: Von einer Freundin hatte ich ein hellbraunes Kleid mit großen weißen Tupfen bekommen, dazu ein großer weißer Sommerhut (Marke „Rafaello-Hut“), weiße Handschuhe, Perlenkette und Perlenarmband, außerdem noch ein kräftiger Lippenstift und eine große Sonnenbrille, und fertig war die exaltierte Lebedame.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter DZ-Con, Indie-RPGs, LIRP, Pen & Paper, Rollenspiel-Sonstiges

Eine Antwort zu “Drachenzwinge-Con 2019

  1. Pingback: [RPG-Blog-O-Quest] Mai 2019: „Regelwerke“ | Timber's Diaries

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