[Karneval der Rollenspielblogs] August 2018: Ein Tag im Sommer

Diesen Monat wird der Karneval der Rollenspielblogs ausgerichtet von Niniane und ihrem Blog StoriesandCharacters. Passend zum Wetter, das ja den ganzen Monat über (zumindest bis gestern) sehr heiß gewesen ist, lautet ihr Thema für den Umzug „Ein Tag im Sommer„. Für meinen eigenen Beitrag möchte ich die Beleuchtung des Themas wie so oft wieder einmal gnadenlos persönlich halten und darüber berichten, welche Rolle Sommertage in meinen eigenen Runden bisher so gespielt haben.

LARP

Beim LARP sind mir tatsächlich eher die Winterrunden im Gedächtnis geblieben. Irgendwie war es mehrmals im eiskalten und verschneiten Winter, dass meinem Charakter die wirklich denkwürdigen Dinge passiert sind. Aber ein richtig episches Sommer-Ereignis kommt mir doch in den Sinn, das ich hier erwähnen kann. In einem anderen Posting habe ich ja schon einmal kurz angesprochen, dass meine Kartographin sich im Laufe der Zeit von einem reinen Bücherwurm in eine deutlich waldläuferischere Richtung entwickelt hat. Einer der Höhepunkte, wenn nicht der Höhepunkt, dieser Wandlung war der Sommer-Nachmittag, als wir zu dritt (alles ungefähr Waldläufer-artige Charaktere) versuchen wollten, das Chaos-Lager zu finden, von dem wir wussten, dass es irgendwo sein musste, und dessen Angehörige uns mit mehr als einem Überfall in den Tagen zuvor schon gehörige Schwierigkeiten gemacht hatten.
Das Wetter an dem Tag war richtig toll, strahlender Sonnenschein, und wir genossen den Ausflug sehr, auch wenn wir das Chaos-Lager erst gar nicht fanden.

Die Spielleitung hatte eigentlich ausgegeben, dass die Bundesstraße ein paar Kilometer jenseits des Con-Geländes die Grenze darstellen sollte, aber als wir nach längerer Suche diesseits der Bundesstraße keinerlei Spur gefunden hatten, wir aber noch keine Lust hatten zurückzugehen, überquerten wir diese Grenze doch und setzten unsere Wanderung dort fort. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie wir eigentlich genau darauf kamen, denn die Chaosler hatten ihr Lager tatsächlich relativ tief im Wald aufgeschlagen, wo es vom Weg aus nicht zu sehen war, aber irgendwie stießen wir doch darauf.

Auf dem Rückweg, den wir in weitem Bogen antraten, um unauffälliger zu sein, begegneten tatsächlich wir einem anderen Spieler, der sich als ‚einfacher Bauer‘ ausgab, der aber zu dem Chaos-Lager gehören musste. Ihm gegenüber sagten wir natürlich nichts von unserer Entdeckung und hofften nur, dass er nicht auf die Idee kam, dass wir das Lager gefunden haben könnten.

Zurück in unserem eigenen Lager erstatteten wir sehr vorsichtig Bericht (wir waren uns sehr bewusst, dass garantiert Chaos-Spione bei uns herumschlichen), und es wurde für den nächsten Morgen tatsächlich ein Trupp aus ca. 20-25 Streitern zusammengestellt, der das Chaoslager ausheben sollte. Der Abend war entsprechend angespannt, vor allem, weil das Bier am Lagerfeuer reichlich floss und mehr als einer der auserkorenen Teilnehmer viel zu lautstark von dem Vorhaben des nächsten Tages erzählte. Am nächsten Morgen zog der Trupp los, mit uns drei Scouts als Wegweisern, und offenbar hatte das Gerede des vorigen Abends doch kein falsches Ohr erreicht, denn im Chaoslager wurden wir nicht erwartet, und unsere Streiter konnten das Lager beinahe ohne Gegenwehr ausheben. Die Rückkehr in unser eigenes Lager unter triumphierendem Schwenken des eroberten Chaos-Banners und quer über den ganzen Platz zum Beifall der Zurückgebliebenen (und das war ein großer Con von bestimmt 300-400 Teilnehmern), bei dem wir drei Scouts vorne in die Mitte genommen wurden, war schon sehr großartig.

Deadlands

Ich kann nicht mehr hundertprozentig beschwören, ob das, was ich hier erzählen will, wirklich im Ingame-Sommer passierte, aber ich meine ja. Jedenfalls waren das die zwei, drei Sessions, in denen es in unserer langjährigen Deadlands Classic-Kampagne (von den Spielern getragen, versteht sich) zu ziemlich heftigem PVP kam. Wir hatten in der Kampagne immer schon unterschiedliche Charaktere gespielt; die meisten von uns wollten über die Jahre auch mal einen anderen Charakter als ihren Hauptcharakter ausprobieren. Vor allem, da wir innerhalb der Gruppe auch die Rolle des Spielleiters immer mal durchwechselten, wenn ein Kampagnenabschnitt beendet war, gab sich öfter mal die Gelegenheit, für ein paar Spielsitzungen oder auch für längere Zeit einen neuen Charakter zu spielen.

Zwei Charaktere der ersten Stunde, ein ruppiger Cowboy und ein Revolvermann, hatten beide den Nachteil „Mean as a Rattler“, und schon von Anfang an hatten sie sich nie sonderlich gut verstanden, trotz der ständigen Reibereien aber immer zusammengearbeitet. Der Revolvermann hatte sich ganz am Anfang der Kampagne (in demselben Abenteuer, das meinen eigenen Charakter zum Werwolf machte) als weiteren Nachteil noch eine Hundephobie eingefangen. Dummerweise hatte der Cowboy schon von Anfang an einen Hund, was die Spannungen zwischen den beiden nicht unbedingt besser machte.

Als ein anderer Mitspieler einen neuen Charakter ausprobierte – ein sehr naives junges Mädchen – nutzte der Cowboy irgendwann die Gelegenheit zu einem Doppelschlag: Er kaufte er ihr einen Hundewelpen, um ihr eine Freude zu machen… aber natürlich auch, um den Revolvermann zu ärgern.
Am Ende der Session nahm der Spieler des Revolvermanns mich (die ich gerade leitete) beiseite und sagte, der Revolvermann engagiere einen NSC, um die beiden Hunde umzubringen. Ich war erst ein bisschen angesäuert, dass er mir als SL die ganze Denkarbeit überließ, wie ich die Hunde um die Ecke bringen wollte, statt sich selbst etwas zu überlegen, aber okay. Bis zur nächsten Session hatte ich mir etwas ausgedacht, was ich für einigermaßen plausibel hielt: Der NSC beobachtete die Gruppe zunächst eine Weile (sie hielten sich gerade für einige Zeit in derselben Stadt auf), was dazu führte, dass der Revolvermann ungeduldig wurde, ihn nochmal aufsuchte und ihm ein Ultimatum bis zum nächsten Tag setzte.  Am nächsten Tag passte der gedungene Killer den Cowboy ab, als der mit seinem Hund gerade ins Hotel der Gruppe zurückkehrte, und überfuhr den Hund mit einer Kutsche, wobei er es so aussehen ließ, als sei deren Pferd durchgegangen. Den Welpen des Mädchens hatte er zuvor schon in dessen Körbchen im Hotel mit einem Kissen erstickt.

Was der NSC nicht wissen konnte, war, dass die Ärztin der Gruppe einen überragenden Wurf hinlegte, um den Hund des Cowboys doch noch zu retten. Um den Welpen war es geschehen, aber da ritt der Cowboy einfach zu der Farm hinaus, von der er den Welpen hatte, und besorgte aus demselben Wurf einen zweiten, der fast genauso aussah. Dem naiven Mädchen, das diese Geschichte sogar glaubte (oder jedenfalls glauben wollte), verkauften die anderen es so, als habe es nur so  ausgesehen, als sei ihr Welpe gestorben, aber er habe sich in letzter Sekunde dank der Künste der Ärztin dann doch erholt.

als der Revolvermann dann ins Hotel zurückkehrte, fand er den ausgewachsenen Hund verletzt, aber am Leben und den Welpen scheinbar völlig unversehrt vor. Voller Wut tötete er den Ersatzwelpen jetzt selbst, aber er war nicht so vorsichtig wie der NSC, so dass die Gruppe, vor allem das Mädchen, es mitbekam. Außer sich vor Trauer um den Verlust ihres geliebten Welpen schoss sie auf den Revolvermann. Sie traf ihn nicht tödlich, aber er zeigte sie an, und sie wurde wegen Mordversuchs festgenommen. Der Revolvermann selbst ging in die Stadt, um den NSC zu suchen und fand ihn auf halber Strecke, weil der Hundekiller, der ja keine Ahnung hatte, dass seine Mordversuche vereitelt worden waren, und der festen Überzeugung war, er habe Erfolg gehabt, auch gerade auf dem Weg zu ihm war, um Vollzug zu melden. Er kam also gerade mit zufriedener „Auftrag erledigt“-Miene auf den Revolvermann zu, als der seine Waffe zog und ihn auf offener Straße erschoss. Dann stahl er auch noch dessen Geldbörse.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was der Spieler sich dabei gedacht hat. Einfach „scheiß drauf, mein Charakter ist halt ein fieser Arsch“ oder „mein Charakter ist SC, dem kann ja nichts passieren“? Keine Ahnung, aber was es auch war, ich als SL konnte das nicht so stehen lassen. Die Welt um die SCs herum reagierte und bewegte sich, und er selbst hatte ja gesehen, wie die Welpenbesitzerin verhaftet wurde, bzw. hatte die Verhaftung sogar angeleiert/unterstützt. Der Mord war am hellen Tag auf offener, belebter Straße geschehen, es gab also Zeugen, die gesehen hatten, wie der Revolvermann unprovoziert auf einen Unbewaffneten (oder jedenfalls einen, der seine eigene Waffe nicht gezogen hatte), der sich sogar offenbar freute, den Schützen zu sehen und völlig überrascht von dem Angriff war, geschossen hatte. Sie konnten den Revolvermann beschreiben, und das Opfer hatte, meine ich, sogar einen Zettel mit dem Namen und der Adresse seines Auftraggebers in der Tasche, den er bei Auftragserteilung geschrieben hatte und natürlich jetzt dabei hatte, weil er seinen Auftraggeber ja gerade aufsuchen wollte.

In der nächsten Session folgte die Gerichtsverhandlung – bzw. zwei Gerichtsverhandlungen; gegen die Welpenbesitzerin gab es ja auch eine. Der Revolvermann bestand darauf, sich selbst zu verteidigen, und wurde zu lebenslänglicher Zwangsarbeit in den Salt Flats (die Gruppe befand sich gerade in Salt Lake City) verurteilt. Dem Mädchen, das einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte, beschafften die anderen Gruppenmitglieder einen Verteidiger, der immerhin erreichte, dass sie sie nicht wegen versuchten Mordes verurteilt, sondern in ein Sanatorium gebracht wurde, bis sie sich wieder erholt haben würde. Da das naive Mädchen seinem Spieler ohnehin nicht so gut gefallen hatte, nutzte er die Gelegenheit, noch einen neuen Charakter einzuführen – das Mädchen wollte er später geheilt und gereift und nicht mehr so naiv in die Runde zurückbringen. Der Spieler des Revolvermannes wechselte ohnehin immer mal wieder zwischen eben dem Revolvermann und seinem anderen Charakter, einem Pinkerton-Agenten, hin und her, so dass jetzt eben wieder der Agent an der Reihe war.

Eigentlich hatten wir vor, den Revolvermann ggf. irgendwann in einem Ausbruchsszenario aus dem Arbeitslager in den Salt Flats zurückzuholen. Aber das geschah dann doch nie, und auch das Mädchen kam nie aus dem Sanatorium, weil nach etwa einem weiteren Jahr Spielzeit sich die Gruppe dann leider auflöste. Das war so vor ca. 10-11 Jahren. Schon seit mindestens letztem Jahr denken wir aber über eine Jubiläums-Nostalgierunde mit der alten Truppe nach, die Mitte September jetzt endlich stattfinden soll – wenn da dann der Cowboy und der Revolvermann und die Ärztin (plus mein Werwolfs-Cowgirl und der irgendwann schon vorher ausgestiegene Huckster) wieder zusammenkommen, könnte das noch spannend werden. Mal sehen, ob Knörzbot überhaupt einen Plot braucht, oder ob die ganze Spielzeit für Charakterdrama draufgehen wird…

Supernatural

In unserer Supernatural-Poolgruppe gab es schon einige Abenteuer, die nicht nur einfach im Sommer stattfanden (das waren dutzende), sondern in dieser Form tatsächlich nur im Sommer stattfinden konnten.

Zum einen gab es da ein Abenteuer, bei dem ein Feuersalamander die Sommerhitze in einer Kleinstadt in Arizona noch weiter entfachte und spontane Selbstentzündungen bei Menschen verursachte. Ein anderes Abenteuer führte unsere Charaktere letztes Jahr in ein Maislabyrinth, in dem seltsame Dinge geschahen; dieser Schauplatz war so auch nur im Sommer möglich. Außerdem leitete ich vor zwei Jahren ein eher heiteres Sommer-Abenteuer für unsere Jungjäger, bei dem die „Flusskinder“, sprich die Avatare einiger Flüsse und Creeks in der Gegend des Mount Hood in Oregon, die immer nur während der Sommermonate manifestierten, in amouröse Wallungen gerieten. Das lag daran, dass eine örtliche Lachsfarm ihre Fische mit Wachstumshormonen fütterte, die ins Wasser gerieten und zu Gefühlschaos bei den Flusskindern führten. Eine Mitspielerin hatte sich nämlich ein ‚Sightseeing-Abenteuer‘ in der Gegend um den Mount Hood gewünscht, und was lag bei Namen wie Sandy River, Salmon River und Zigzag River bzw. Ramona Creek, Henry Creek, Katy Creek, Caldwell Creek, Clear Creek, Rockwood Creek, Still Creek, Hackett Creek, Minikahda Creek und Bear Creek näher, als ihre liebesverwirrten Avatare gleichen Namens (bzw. leicht zu Sal, Iggy, Cal, Claire, Rocky, Stella und Hack abgewandelt, wo es nicht zu 100% passte) auftreten zu lassen und jede Menge sommerliche Landschaftsfotos aus der Gegend zur Untermalung zu nutzen?

Jetzt gerade Ende Juli erst verlegte ich den blauen Super-Blutmond, den es in der Realität bereits im Januar gegeben hatte, aus Zeitgründen (weder Ende Januar, noch Ende März  hatte sich ein passender Spieltermin gefunden, dann wollten wir mit dem Abenteuer in den Juni gehen, aber dann wurde ich krank und musste verschieben) auf eben Ende Juli – was um so passender war, da just an diesem Wochenende auch wieder eine Mondfinsternis stattfand. Für das Abenteuer verknüpfte ich das Auftreten des blauen Superblutmonds mit diesem Zeitungsartikel und strickte einen Plot darum*, in dem die Antagonisten des Abenteuers, die für ihre Magie die Kräfte der Sonne nutzten, vor 2400 Jahren nur besiegt werden konnten, weil damals eben auch ein blauer Superblutmond aufgetreten war. Nach dem Fund und der Freilegung der Grabstätte waren sie aber durch ein Versehen wieder aufgewacht und wollten ihr Machtergreifungswerk von damals wieder fortsetzen. Dieser Plot hätte theoretisch auch im März oder Mai funktionieren können, aber am Ende war es doch perfekt, dass er im Hochsommer stattfand, weil die erwachten prä-aztekischen Schamanen ja eben die Kraft der Sonne für ihre Magie nutzten und deswegen im Sommer erstens stärkere Gegner abgaben und es zweitens einen schönen Fluff- und Foreshadowing-Effekt abgab, dass die Metropole Mexico City unter noch größerer Hitze zu leiden hatte als ohnehin.

Miami Files

Dass mein Miami Files-Charakter seit einer Weile der Erste Ritter des Sommerherzogs von Miami ist, habe ich auf diesem Blog ja schon in dem einen oder anderen Posting erwähnt. Das hat natürlich eine deutliche Auswirkung auf ihn, und um so besser passt es, dass sein Geburtstag der 22.06. ist, was ich festlegte, als ganz zu Beginn der Kampagne (lange, bevor an den Sommerritterjob auch nur zu denken war) mal relevant wurde, welcher Charakter wann Geburtstag hat und wir daraufhin alle ein Datum auswürfelten. Aber auch bevor der Charakter dieses Amt antrat und sich damit dem Sommer verschrieb, hatten wir in der Gruppe schon etliche Abenteuer, die genau zur Sommersonnenwende spielten, eben weil dieses Datum ebenso wie die Wintersonnenwende im Dresden-Verse eine besondere Bedeutung hat (Machtwechsel vom Feen-Sommerhof zum Winterhof und umgekehrt). Außerdem hatten wir zum Beispiel auch schon einmal ein Abenteuer auf einem Sommerfest und eines auf einer Insel, die im ewigen Sommer lag.

Monsterhearts

Für unsere Monsterhearts-Runde kann ich leider noch gar nichts nennen. Dort begann unsere Kampagne in-Game um die Weihnachtszeit, und wir sind jetzt etwa im Frühling angekommen. Aber ich bin sicher, wenn in-Game der Sommer kommt, dann wird es mit Sommerferien und Gefühlsüberschwang und all dem auch wieder spannend.

Ars Magica

Ars Magica lebt ja davon, dass die Runde in Jahreszeiten gespielt bzw. über die Jahreszeiten Buch geführt wird und pro Jahreszeit XP vergeben werden und dergleichen. Welche unserer Abenteuer in welcher Jahreszeit stattfanden, weiß ich gar nicht mehr so genau. Das allererste, meine ich, wo unsere Magier an ihren neuen Bund kamen, den sie verlassen vorfanden, weil die eigentlich als Mentoren vorgesehenen Altmagier im Kampf gegen den Kampagnengegner umgekommen waren. Und auch die Hochzeit des Sohnes eines verbündeten Adligen sowie alle damit verbundenen Komplikationen fanden im Sommer statt, meine ich. Ein Storybogen, der sich definitiv im Sommer abspielte und sich über mehrere Sessions hinzog, war ein Turnier der Feenhöfe, bei dem wir sehr viel Spaß hatten.

Fazit

Es ist zwar nicht unabdingbar nötig, und viele Abenteuer könnten zu jeder Jahreszeit stattfinden, aber ich finde es doch ganz schön, wenn die Jahreszeit bzw. das Wetter einen expliziten Einfluss auf die Stimmung im Abenteuer oder sogar die Handlung des Abenteuers haben. Es muss sicherlich nicht jedesmal sein, sonst würde sich der Effekt auch abnutzen, aber wenn es gelingt, ein externes Element wie die Jahreszeit zu einem wesentlichen Plotelement zu machen, dann finde ich das super.

 

*Es machte übrigens riesig viel Spaß, die ganzen realen Elemente aus dem Zeitungsartikel zu einem kohärenten Plot zusammenzubringen, bei dem aber auch wirklich alles perfekt ineinander griff**. Wer waren die Skelette? Warum war ein Babyskelett dabei? Warum war die Gegend um Mexico City damals noch bewaldet und fruchtbar, heute aber nicht mehr? Oh, der Fundort war auch noch an der päpstlichen Universität, die schon 1551 an dieser Stelle gegründet wurde? Ja perfekt!! Ach, und einer der Charaktere hat einen Angehörigen des Dominikanerordens und Inquisitor als NSC (und potentielle Nemesis) in seinem Hintergrund, der unschöne Dinge über den Charakter weiß und ihn zumindest mal hat wissen lassen, dass er diese Dinge weiß? Ei fein! Die Kirche würde doch sicherlich einen Abgesandten schicken, der sich solche seltsamen Vorfälle auf ihrem Gelände mal ansieht…

**um so bedauerlicher, dass der Spielabend am Ende leider nicht so dolle wurde. Der Anfang klappte nicht sonderlich gut, und auch wenn es besser wurde, sobald wir mal drin waren, hatte ich das Gefühl, gegen Ende ging meinen Spielern dann doch wieder die Lust (oder wenigstens die Luft) aus, weil wir leider keinen zweiten Termin gefunden hatten, wie mir das eigentlich lieber gewesen wäre, und den ganzen Plot in einem Abend durchprügeln mussten. Dem großen Endkampf gegen die Antagonisten eine eigene Session zu widmen, wäre sicherlich besser gewesen, aber das ließ sich nun mal, obwohl ich es so lieber gehabt hätte, leider nicht machen. Weil der Anfang so komisch gelaufen und ich deswegen ziemlich durch den Wind war (und weil ich es nicht explizit in meine Notizen geschrieben hatte, wo ich es trotz meiner Nervosität hätte finden und umsetzen können, ich Depp), hatte ich aber auch komplett verpeilt, den zünftigen Aufwärmkampf zu Spielbeginn nur mit Mooks statt mit vollwertigen Gegnern zu gestalten, so dass der sich auch zu lange hinzog. Naja. Kommt vor. Nächstes Mal besser machen.

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