Projekt ABC: Q wie …

Das „Projekt ABC“ gab es 2009 schon einmal, damals intiiert von dem Blog „Kerkis Farbkleckse„. Zum 10-jährigen Jubiläum hat der hat der Buchblogger Wortmann die Blogaktion Anfang Januar wiederbelebt. Dabei geht es darum, jede Woche ein Foto zum gerade fälligen Buchstaben des Alphabets posten. Auf meinem Zweitblog  Timber’s Travels folge ich der Aufforderung mit Bildern von meinen Reisen und Ausflügen, während ich hier auf ‚Timber’s Diaries‘ passende Regelwerke aus unserer Rollenspiel-Sammlung vorstelle.

Heute geht es um:

Q wie…

 

Erwartungsgemäß gibt es nicht so viele Rollenspiele, die mit „Q“ beginnen, wie das bei anderen Buchstaben der Fall ist. Die Rollenspieldatenbank RPGGeek.com zählt 63 „Q“-Spiele auf – also nur etwas mehr als eine von 100 Seiten bzw. von knapp 10.000 Einträgen insgesamt. Knapp ein Viertel davon entfällt auf Titel mit „Quest“ der einen oder anderen Spielart, aber auch „Queen“ ist ziemlich beliebt. Ansonsten sehe ich in der Liste unter jeder Menge Spiele, von denen ich noch nie gehört habe, zum Beispiel noch „The Quiet Year“, ein kleines Indie-RPG, von dem ich schon erzählt bekommen habe, das ich bislang aber noch nicht spielen konnte, oder „Quill“, ein Rollenspiel, bei dem man explizit Briefe schreibt. Im Regal stehen hätten wir noch „The Quick and the Dead“ – aber das ist nur ein Zusatzband zu dem ganz zu Anfang des Projekts bereits abgehandelten Deadlands, also zählt das nicht.

Das einzige ‚echte‘ RPG mit Q, das wir besitzen, ist Qin: The Warring States, oder genauer gesagt Qin: Les Royaumes Combattantes – es handelt sich nämlich im Original um ein französisches Rollenspiel, von dem wir uns die englische Übersetzung zugelegt haben.

Qin: The Warring States spielt im China der drei Königreiche nach dem Ende der Han-Dynastie, also ca. 240 vor unserer heutigen Zeitrechnung. Wie man sich vielleicht schon denken kann, wird hier das Wuxia-Genre abgebildet, sprich Martial Arts-Fantasy im Stile von „Crouching Tiger, Hidden Dragon“, „The House of Flying Daggers“ und so weiter. Wie in solchen Filmen üblich, existiert in dem Setting Magie, aber sie ist eher subtil gehalten. Regeltechnisch kommen zwei verschiedenfarbige W10 (also zehnseitige Würfel) zum Einsatz, die voneinander abgezogen werden – passend zum chinesischen Ambiente wird diese Mechanik vom Spiel als „Yin und Yang-Würfel“ bezeichnet. Demzufolge wären ein schwarzer und ein weißer Würfel hier ideal, aber natürlich gehen auch alle anderen Farben, solange man sie nur voneinander unterscheiden kann.

Französische Rollenspiele haben oftmals eins gemeinsam: In den meisten Fallen sind sie, zumindest die neueren Vertreter der Gattung, einfach hübsch aufgemacht. Auch Qin: The Warring States bildet da keine Ausnahme: Es hat ein wunderschönes Artwork, bei dem zwar nur die Seiten mit den Archetypen vollfarbig gedruckt sind, aber bei dem auch der Rest des Buches mit seinem sepiafarbigen Design richtig toll und ansprechend aussieht.

 

11 Kommentare

Eingeordnet unter Pen & Paper, Projekte, Rollenspiel-Sonstiges

11 Antworten zu “Projekt ABC: Q wie …

  1. Wie schön das du auch einige Seiten zeigst.
    Interessanter Text.
    Liebe Grüsse
    Elke

    Gefällt 1 Person

    • Ja, ich fand das Innere so spannend, dass ich diesmal auch ein bisschen was vom Layout und Artwork zeigen wollte. Normalerweise habe ich ja oft mehrere Bücher auf dem Bild, da bietet sich das nicht so an. Und oft ist das Innere auch vergleichsweise unspektakulär gehalten, auch wenn die Qualität des Layouts bei ganz vielen Verlagen, auch bei Spielen aus dem Eigenverlag in den letzten Jahren extrem zugenommen hat.

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  2. Sieht interessant aus :)

    Gefällt 1 Person

  3. Ist echt faszinierend, welche Welten sich bei diesen Spielen auftun ;-)

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  4. Also das Cover gefällt mir total gut. Und wenn auch noch Magie im Spiel ist, dann interessiert es mich natürlich sofort! :D

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    • Magie bei Wuxia-Settings ja meist eher subtil gehalten – aber irgendwie gibt es tatsächlich im Vergleich zu den anderen gar nicht so viele RPG-Settings, die KEINE Magie bzw. Übernatürlichkeiten in irgendeiner Form beinhalten, wenn ich mir das so überlege. Vermutlich, weil diese Spiele ihren Ursprung in der klassischen tolkienschen Fantasy mit Elfen, Zwergen, Magiern und Orks hatten. (Aber man findet natürlich auch zahlreiche Settings ganz ohne Magie; ich habe in den letzten Wochen und Monaten ja auch schon das eine oder andere aufgelistet. :))

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